Zusatzinformationen

PRO Arbeit für Arbeitgeber

Fördermöglichkeiten für Arbeitgeber

Eingliederungszuschuss gemäß §§ 88 ff. SGB III - EGZ

Arbeitgeber können für die Eingliederung von Arbeitnehme-rinnen und Arbeitnehmern, welche bei der PRO Arbeit – kommunales Jobcenter Oder-Spree Leistungen nach dem SGB II beziehen, Zuschüsse zum Arbeitsentgelt als Ausgleich für Minderleistungen erhalten, wenn die Vermittlung des Arbeitnehmers wegen in seiner Person liegender Umstände erschwert ist. Die Förderhöhe und -dauer richten sich nach dem Umfang der Einschränkungen der Arbeitsleistung der Arbeitnehmerin oder des Arbeitnehmers und nach den Anforderungen des jeweiligen Arbeitsplatzes.

Bei den Eingliederungszuschüssen handelt es sich um Ermessensleistungen dem Grunde nach und in Bezug auf Höhe und Dauer der Leistung.

Dem Arbeitgeber können bis zu 50% des regelmäßig gezahlten Arbeitsentgelts sowie des pauschalierten Arbeitgeberanteils am Gesamtsozialversicherungsbeitrag für die Dauer von längstens zwölf Monaten gewährt werden.

Der Eingliederungszuschuss kann für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die das 50. Lebensjahr vollendet haben, mit einer Förderdauer bis maximal 36 Monaten gewährt werden.

Für die Zuschüsse ist das regelmäßig vom Arbeitgeber gezahlte Arbeitsentgelt, ausgenommen von steuerfreien Zulagen, Zu-schlägen, Zuwendungen, etc. berücksichtigungsfähig.

Das Arbeitsentgelt muss den tariflichen Regelungen oder, wenn eine tarifliche Regelung nicht besteht, den für vergleichbare Tätigkeiten ortsüblichen Arbeitsentgelten entsprechen.

Hinweise EGZ § 88 ff. SGB III

Eingliederungszuschuss für behinderte und schwerbehinderte Menschen gemäß § 90 SGB III - EGZ-SB

Für die Eingliederung von behinderten und schwerbehinderten Menschen kann ein Eingliederungszuschuss mit einer Förderhöhe von bis zu 70% des regelmäßig gezahlten Arbeitsentgelts sowie des pauschalierten Arbeitgeberanteils am Gesamtsozialversicherungsbeitrag gewährt werden.

Für behinderte und schwerbehinderte Menschen kann die Förderdauer bis zu 24 Monate betragen. Nach Ablauf von zwölf Monaten ist der Zuschuss um zehn Prozentpunkte jährlich zu vermindern.

Für die Eingliederung von besonders betroffenen schwer-behinderten Menschen kann die Förderhöhe bis zu 70% betra-gen und die Förderdauer bis zu 60 Monaten. Bei besonders betroffenen schwerbehinderten Menschen, die das 55. Lebens-jahr vollendet haben kann die Förderdauer bis zu 96 Monaten betragen. Nach Ablauf von 24 Monaten ist der Eingliederungs-zuschuss jährlich um zehn Prozentpunkte zu senken. Die Förderhöhe darf 30% nicht unterschreiten.

Für die Zuschüsse ist das regelmäßig vom Arbeitgeber gezahlte Arbeitsentgelt, ausgenommen von steuerfreien Zulagen, Zuschlägen, Zuwendungen, etc. berücksichtigungsfähig.

Das Arbeitsentgelt muss den tariflichen Regelungen oder, wenn eine tarifliche Regelung nicht besteht, den für vergleichbare Tätigkeiten ortsüblichen Arbeitsentgelten entsprechen.

Bei besonders betroffenen schwerbehinderten Menschen kann die Förderdauer abhängig von ihrem Alter bis zu 96 Monate betragen. Hier wird der Zuschuss erst nach Ablauf von 24 Monaten um jährlich 10 Prozent gesenkt.

Hinweise EGZ-SB § 90 SGB III

Probebeschäftigung für behinderte Menschen gemäß § 46 Absatz 1 SGB III - PBS

Arbeitgebern können die Kosten für eine befristete Probebeschäftigung behinderter, schwerbehinderter und ihnen gleichgestellter Menschen, welche bei der PRO Arbeit – kommunales Jobcenter Leistungen Oder-Spree nach dem SGB II beziehen, erstattet werden. Voraussetzung ist, dass die Möglichkeit einer Teilhabe am Arbeitsleben des Arbeitnehmers verbessert wird oder eine vollständige und dauerhafte Teilhabe am Arbeitsleben zu erreichen ist.

Die Kosten werden für maximal drei Monate erstattet.

Bei den Leistungen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung in Form der Probebeschäftigung handelt es sich um Ermessensleistungen dem Grunde nach und in Bezug auf Höhe und Dauer der Leistung.

Die Erstattung umfasst 100% der Lohn- und Gehaltskosten einschließlich der Lohnnebenkosten nebst Zulagen und Sonderzahlungen.

Das Arbeitsentgelt muss den tariflichen Regelungen oder, wenn eine tarifliche Regelung nicht besteht, den für vergleichbare Tätigkeiten ortsüblichen Arbeitsentgelten entsprechen.

Hinweise PBS § 46 Abs. 1 SGB III

Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung behinderter und schwerbehinderter Menschen gemäß § 73 SGB III - R-AZ

Arbeitgeber können für die betriebliche Aus- oder Weiterbildung von behinderten und schwerbehinderten Menschen im Sine des § 104 Absatz 1 Nummer 3 e SGB IX, welche bei der PRO Arbeit – kommunales Jobcenter Oder-Spree Leistungen nach dem SGB II beziehen, Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung oder vergleichbaren Vergütung gefördert werden.

Eine Gewährung von Zuschüssen setzt voraus, dass der behinderte oder schwerbehinderte Mensch die erforderliche persönliche Eignung besitzt und die Aus- oder Weiterbildung ohne den Einsatz der öffentlichen Mittel nicht zu erreichen ist.

Bei den Zuschüssen zur Ausbildungsvergütung handelt es sich um Ermessensleistungen dem Grunde nach und in Bezug auf Höhe und Dauer der Leistung.

Die Zuschüsse sollen regelmäßig 60%, bei schwerbehinderten Menschen 80% der monatlichen Ausbildungsvergütung für das letzte Ausbildungsjahr oder der vergleichbaren Vergütung einschließlich des darauf entfallenden pauschalierten Arbeitgeberanteils am Gesamtsozialversicherungsbeitrag nicht übersteigen. In begründeten Ausnahmefällen kann die Förderhöhe abweichen.

Die Dauer der Förderung richtet sich nach der Dauer des Ausbildungsverhältnisses.

Für die Zuschüsse ist das regelmäßig gezahlte Ausbildungsentgelt des letzten Ausbildungsjahres, ausgenommen von steuerfreien Zulagen, Zuschlägen, Zuwendungen, etc. berücksichtigungsfähig.

Hinweise R-AZ § 73 SGB III

Förderung von Arbeitsverhältnissen gemäß § 16e SGB II - FAV

Arbeitgeber können auf Antrag für die Beschäftigung von erwerbsfähigen langzeitarbeitslosen Leistungsberechtigten, welche aufgrund mehrere Vermittlungshemmnisse besonders schwer beeinträchtigt sind und bei der PRO Arbeit – kommunales Jobcenter Oder-Spree Leistungen nach dem SGB II beziehen, Zuschüsse zum Arbeitsentgelt erhalten.

Bei den Leistungen zur Förderung von Arbeitsverhältnissen handelt es sich um Ermessensleistungen dem Grunde nach und in Bezug auf Höhe und Dauer der Leistung.

Hinweise FAV § 16e SGB II


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