Zusatzinformationen

Hilfe zur Pflege - ambulant

Was ist Hilfe zur Pflege - ambulant?

Die ambulante Hilfe zur Pflege ist Teil der Sozialhilfe und wird in den §§ 61 ff. SGB XII gesetzlich geregelt.

Es gilt ein genereller Vorrang der ambulanten häuslichen Pflege vor vollstationären Pflegeleistungen.

Ambulante Pflege bedeutet, die Pflege hilfebedürftiger Menschen in der privaten Wohnung. Pflegebedürftige haben bei häuslicher Pflege Anspruch auf Grundpflege und hauswirtschaftlicher Versorgung nach § 36 SGB XI.

Die Pflege beinhaltet die teilweise oder vollständige Hilfe bei der Körperpflege, Ernährung, Mobilität, hauswirtschaftliche Versorgung sowie die Beaufsichtigung und Anleitung zur eigenständigen Übernahme von Verrichtungen.

Anspruchsberechtigt nach § 61 SGB XII sind Personen, die wegen einer körperlich, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens auf Dauer in erheblichem Umfang der Hilfe bedürfen.

Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung sind vorrangig. Die Hilfe zur Pflege wird einkommens- und vermögensabhängig gewährt.

Die Hilfebedürftigkeit wird durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen bzw. Pflegekassen (MDK) der Krankenversicherung geprüft.

Verfahren zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit nach § 18 SGB XI

Für die Feststellung der Pflegebedürftigkeit müssen sich pflegeversicherte Personen oder deren Angehörige an die für Sie zuständige Krankenkassen bzw. Pflegekassen wenden. Dort wird vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) überprüft, ob eine Pflegebedürftigkeit und welcher Pflegegrad vorliegt.

Antragsstellung

Wir bitten Sie, vorab telefonisch mit der Sachbearbeiterin in Kontakt zu treten um die genaue Verfahrensweise zu besprechen, oder senden Sie uns schriftlich einen formlosen Antrag auf Hilfe zur Pflege - ambulant zu.