09.05.2017

Richtfest in Erkner für Erweiterungsbau des Carl Bechstein Gymnasiums

Am Dienstag wurde in Erkner über dem Erweiterungsbau für das Carl Bechstein Gymnasium die Richtkrone aufgezogen. „Der Neubau des Carl Bechstein Gymnasiums ist das bedeutendste Bauvorhaben, das der Landkreis in den letzten Jahren durchgeführt hat“, erläuterte Rolf Lindemann, Landrat des Landkreises Oder-Spree, in seiner Ansprache. Was in Erkner entstehe, widerspiegele die Prioritätensetzung der Kommunalpolitik im Landkreis Oder-Spree für Schule und Bildung.

Der Landrat lobte Bauleute und Planer für den erfreulichen Baufortschritt. Einen außergewöhnlichen Dank richtete Rolf Lindemann an die russische Botschaft. Deren Zustimmung zum Bauvorhaben war erforderlich, da das Nachbargrundstück tangiert wird, auf dem sich ein sowjetisches Ehrenmal befindet. Der Entscheidung des Kreistages für das Projekt war eine intensive Diskussion vorausgegangen, die der Landrat als Zeichen für eine „lebendige demokratische Bürgergesellschaft“ wertete. Rolf Lindemann zeigte sich überzeugt, dass das Vorhaben letzten Endes dazu beitragen werde, unserer Region entgegen aller Unkenrufe – demografischer Wandel, Abwanderung, kulturelle Entleerung – eine gute Zukunft zu geben.

Für den jetzt entstehenden Erweiterungsbau sind Mittel von etwa 13,5 Millionen Euro veranschlagt, die in einen Standort fließen, der der Schulbildung vieler Schülergenerationen dienen wird. Das neue Gebäude, das im zweiten Quartal 2018 fertiggestellt werden soll, nimmt die klare Formensprache sowie die lineare Gebäudestruktur des ersten Bauabschnittes auf. Die neuen Unterrichtsräume verteilen sich auf alle Etagen des Erweiterungsbaus. Herz des Gebäudes wird ein dreigeschossiger Hallenraum sein, der als Pausenhalle, Treppenraum und Erlebnisraum fungieren soll. Die sich teilweise über zwei Etagen erstreckende Aula werde sich „zur guten Stube der Schule“ entwickeln, zeigte sich Architekt Dirk Becker überzeugt. Schulleiter Rüdiger Konertz sagte zuversichtlich: „Wir werden eine vorbildliche, anregende Architektur erleben.“ Das Erreichte könne sich sehen lassen. Er mahnte aber auch an, die ursprünglich geplante Überdachung zwischen beiden Schulgebäuden dürfe nicht dauerhaft verloren gehen.

Medieninformation Landkreis Oder-Spree