01.12.2017

Weniger HIV-Diagnosen - Beratungsangebote bleiben wichtig

Die Zahl der HIV-Neudiagnosen ist 2016 im Vergleich zum Vorjahr deutschlandweit um acht Prozent zurückgegangen, das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Für das Land Brandenburg weist die Statistik des RKI 70 HIV-Erstdiagnosen aus. Das bedeutet, von jeweils 100.000 Einwohnern wurden etwa drei erstmals mit der Diagnose HIV-Infektion konfrontiert.

„Von diesen Zahlen sollten wir uns nicht täuschen lassen. HIV-Infektionen sind nicht heilbar und erfordern weiterhin eine hohe Aufmerksamkeit“, darauf weist anlässlich des Welt-AIDS-Tages, der jährlich am 1. Dezember begangen wird, Dr. Eleonore Baumann, Amtsärztin des Gesundheitsamtes im Landkreis Oder-Spree, hin. Weniger Neudiagnosen bedeuteten nicht automatisch, dass auch die Zahl der Neuinfektionen gesunken sei. Es gehöre zu den Tücken dieser Infektion, dass sie auch nach mehreren Jahren ohne Symptome als schwere Erkrankung noch mit voller Wucht ausbrechen könne. „Wer beispielsweise aufgrund von ungeschützten sexuellen Kontakten in seiner Vergangenheit Informationen zu Krankheits-anzeichen und weiteren Aspekten dieser Infektion einholen möchte, der sollte daher Beratungs- und Testangebote nutzen. Damit ist die frühzeitige Diagnose von HIV-Infektionen möglich. Das verbessert die Behandlungsmöglichkeiten und es kann so die Weitergabe von Infektionen verhindert werden“, sagt die Amtsärztin.

Neben den Hausärzten sind die Deutschen-AIDS-Hilfen bekannteste Anlaufstellen mit Beratungsangeboten und Testmöglichkeiten. Sie sind bundesweit aufgestellt und erreichbar. Auch die kommunalen Gesundheitsämter haben ein Beratungs- und Testangebot vorzuhalten. Dieses ist kostenfrei und anonym und kann im Gesundheitsamt des Landkreises Oder-Spree telefonisch unter 03366 35-2213 oder per E-Mail unter hiv-beratung@l-os.de erreicht werden. Weitere Informationen zu diesem Beratungsangebot sind auf der Webseite des Gesundheitsamtes des Landkreises Oder-Spree.

Medieninformation Landkreis Oder-Spree