14.02.2017

Zweites Sperr- und Beobachtungsgebiet wegen Geflügelpest eingerichtet

Nachdem am 14. Februar 2017 bei einem in Wendisch Rietz, Ausbau, Waldfrieden tot aufgefundenen Greifvogel eine Infektion mit dem aviären Influenzavirus Subtyp H5 festgestellt wurde, die das Friedrich-Löffler-Institut Riems (FLI) als hochpathogen bestätigt hat, wird im Landkreis Oder-Spree ein zweites Sperr- und Beobachtungsgebiet eingerichtet. Dazu hat das zuständige Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt in Beeskow auf der Grundlage der Geflügelpest-Verordnung eine weitere Tierseuchenallgemeinverfügung erlassen.

Im Radius von mindestens einem Kilometer um den Fundort des Mäusebussards in Wendisch Rietz wird ein Sperrbezirk eingerichtet. Das Beobachtungsgebiet hat einen Radius von mindestens drei Kilometern und grenzt unmittelbar an das bereits bestehende Beobachtungsgebiet um den Fundort in Bad Saarow, Uferpromenade. Es schließt die Gemeinden, Ortsteile, Teilorte und Wohnstätten Bad Saarow Pieskow, Theresienhof, Wilmersdorf, Hartensdorf, Diensdorf, Radlow, Wendisch Rietz Ausbau, Glienicke , Wendisch Rietz, einschließlich Wendisch Rietz Siedlung bis zur Grenze zwischen Kleinem und Großem Glubigsee, Dahmsdorf und Neu Reichenwalde ein. Die Schutzmaßnahmen in den ausgewiesenen Restriktionszonen gelten analog der bereits am 6. Februar 2017 für den Fundort Bad Saarow, Uferpromenade erlassenen Tierseuchenallgemeinverfügung.

Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Oder-Spree fordert in Anbetracht des sehr hohen Risikos einer Einschleppung der Geflügelpest in Nutzgeflügelbestände alle Geflügelhalter auf, Maßnahmen zur Minimierung des Infektionsrisikos zu ergreifen, insbesondere die Aufstallung einzuhalten, nur im Stall oder in der Voliere zu füttern, um Wildvögel nicht anzulocken. Wichtig ist zudem spezielle Kleidung, insbesondere Schuhwerk zu tragen, die nur im eigenen Geflügelbestand verwendet wird. Hundehalter werden aufgefordert, ihre Hunde in diesen Gebieten nur angeleint auszuführen, um die Verschleppung von tot aufgefundenen Wildvögeln zu vermeiden und die Beunruhigung der Vogelpopulation zu minimieren.

Funde verendeter Wildvögel melden Sie bitte mit einer möglichst eindeutigen Beschreibung des Fundortes dem für den jeweiligen Bereich zuständigen Ordnungsamt.

Medieninformation Landkreis Oder-Spree

Öffentliche Bekanntmachung vom 14.02.2017 
Ergänzung der Tierseuchenallgemeinverfügung des Landkreises Oder - Spree vom 06.02.2017

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