Zusatzinformationen

Krankenhilfe

Einführung der elektronischen Gesundheitskarte für Flüchtlinge

Der Landkreis führt zum 1. April 2017 die elektronische Gesundheitskarte (eGK) für alle Flüchtlinge ein.
Bisher hatten nur Asylsuchende ab dem 15. Monat des Asylbewerberleistungsbezuges diese erhalten. Dabei kooperiert der Landkreis mit der Brandenburgischen BKK. Die Vereinbarung erfasst die Flüchtlinge, die die Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes verlassen haben und dem Landkreis Oder-Spree zugewiesen wurden. Die Kosten der Gesundheitsversorgung werden zu 100 Prozent vom Land übernommen. Mit der eGK wird der Verwaltungsaufwand reduziert, denn sie vereinfacht für die Asylsuchenden und den Landkreis gleichermaßen das bisherige Verfahren. Die Karteninhaber gehen dann direkt zum Arzt und müssen sich nicht mehr wie bisher im Amt für Ausländerangelegenheit einen Behandlungsschein ausstellen lassen. Der Arzt rechnet direkt mit der BKK und diese mit dem Landkreis ab. Die Beitragszahler der BKK werden dadurch nicht belastet, da das Land die Kosten trägt. Der Leistungsumfang orientiert sich an den Vorgaben der §§ 4 und 6 Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG). Daher wird es auch weiterhin Einschränkungen gegenüber den Leistungen für gesetzlich Krankenversicherte geben. Die Gesundheitskarte gilt ausschließlich für die Akutbehandlung, nicht für Zusatzleistungen. Die eGK für Flüchtlinge ist analog zu den herkömmlichen Krankenkassenkarten gestaltet und mit einem Passbild versehen.