12.03.2018

Neuer Einsatzleitwagen im Landkreis Oder-Spree

Am Montag (12.03.2018) hat der zuständige Dezernent im Landkreis Oder-Spree, Michael Buhrke, den Schlüssel für einen neuen Einsatzleitwagen für die Gefahrstoffeinheit an die Feuerwehr Eisenhüttenstadt übergeben. Dort wird das Fahrzeug zukünftig stationiert sein und für verschiedene Aufgaben eingesetzt. Vordergründig ist der mit vielen Medien ausgestattete Wagen für den Einsatz als Leitfahrzeug für die Gefahrstoffeinheit vorgesehen. Gute Dienste wird er aber auch für die Bewältigung von Einsatzlagen im örtlichen Bereich leisten. Nicht zuletzt wird er bei Großschadensereignissen zum Einsatz kommen und dort als Führungsfahrzeug dienen.

„Bisher gab es solch ein Führungsfahrzeug noch nicht“, sagt der Sachbearbeiter im Katastrophenschutz, Ralf Kiehn. Er betont den Vorteil eines solchen Leitwagens, der mit modernsten Kommunikationsmitteln ausgestattet ist, wie z.B. Digitalfunk und mit mehreren Mobilfunknetzen. Damit ist eine schnellere und sichere Kommunikation mit der Leitstelle, den Feuerwehren und den Fachberatern, z.B. für Gefahrgut, möglich. „Es erleichtert die Arbeit vor Ort auch bei der Datenbeschaffung“, ergänzt Kiehn. Bisher gingen diese Aufgaben immer noch über die Leitstelle und haben viel zusätzliche Kapazität gebunden.

Michael Buhrke übergab den Schlüssel an den Eisenhüttenstädter Bürgermeister Frank Balzer und den Wehrführer Norbert Manteufel. „Es ist gut angelegtes Geld“, betonte er. Die Kosten für das Auto liegen bei 140.000 Euro. Das Land Brandenburg beteiligte sich mit 95.000 Euro, die Differenz von 45.000 Euro übernahm der Landkreis. Auch der Eisenhüttenstädter Bürgermeister Frank Balzer ist begeistert und dankt dem Landkreis für die Beschaffung des Leitwagens.

Neben der dringenden Notwendigkeit eines solchen Fahrzeugs gibt es aber auch noch weitere Aspekte für das Engagement des Landkreises für solche Projekte. „Der Landkreis will die Ehrenamtler auch mit entsprechender Technik und den dazugehörigen Bedingungen motivieren, sich weiter zu engagieren“, sagt Kreisbrandmeister Klaus-Peter Schulz. Für die Kameraden der Gefahrstoffeinheit wird das Arbeiten zukünftig einfacher und schneller gehen.

Im Landkreis hat die Gefahrstoffeinheit mit Fürstenwalde, Eisenhüttenstadt und Neuzelle drei Standorte. Diese wurden nach den Gefahrenpotentialen und der Bereitschaft, sich solchen Aufgaben intensiv zu stellen, ausgewählt. Die Gefahrstoffeinheit kommt immer zum Einsatz, wenn es Unfälle mit Gefahrgut jeder Art gibt. Gerade die sogenannten ABC-Unfälle – atomar, biologisch, chemisch – passieren vor allem auf der Autobahn BAB 12 und den Bundesstraßen, wie die Oder-Lausitz-Trasse.

Im Rahmen der Übergabe gab es auch personelle Veränderungen. So wurde André Kunze als langjähriger Einheitsführer der Gefahrstoffeinheit mit viel Dank für seine geleistete Arbeit verabschiedet.

Als neuer Einheitsführer der Gefahrstoffeinheit wurde Mario Fels berufen. Seine Vertreter werden Mathias Gädigk, Toni Garkisch und Sven Koch sein. „Damit wird auch in Zukunft die Gefahrstoffeinheit personell erfahren und technisch gut aufgestellt sein“, freut sich Kreisbrandmeister Schulz.

Birgit Arendt
Leiterin der Bürgerinformations- und Medienarbeit im Katastrophenschutz