31.07.2018

Salmonellose-Ausbruch in Storkower Pflegeeinrichtung beendet

Die im Alten- und Pflegeheim Karlslust in Storkow seit Ende Juni aufgetretene Häufung von Salmonellose-Erkrankungen konnte nach Einschätzung des Gesundheitsamtes des Landkreises Oder-Spree erfolgreich eingedämmt werden. „Seit dem 29. Juni hat es in der Einrichtung keine neuen Erkrankungsfälle mit Salmonellen-Nachweis mehr gegeben“, blickt Rutker Stellke, Amtsleiter des Gesundheitsamtes zurück. „Es liegt somit ein deutlich über die bekannten Inkubationszeiten für diese Erkrankung hinausgehendes freies Intervall vor“, erläutert der Mediziner. Daher könne von einem Ende des Ausbruchsgeschehens ausgegangen werden.

Seit Ende Juni war es bei Bewohnern des Alten- und Pflegeheims Karlslust in Storkow zu einer Häufung von Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes gekommen. Als Ursache konnte ein lokal beschränkter Ausbruch einer Infektion mit Salmonella panama – einer seltenen beim Menschen krankheitserregenden Salmonellen Untergruppe – identifiziert werden. Insgesamt erkrankten 28 Personen an gastrointestinalen Beschwerden wie Durchfall bzw. Erbrechen.

Von den  Bewohnern der Einrichtung waren infolge der Erkrankung sieben stationär in Behandlung. Diese sieben Bewohner erkrankten in der Zeit vom 27. bis 29. Juni 2018, bei allen wurde Salmonella panama nachgewiesen. Fünf dieser Patienten konnten nach Behandlung erkrankungsfrei in die Einrichtung zurückkehren. Bei zwei Patienten/innen konnte die Magen-Darm-Infektion ebenfalls erfolgreich behandelt werden; bei allerdings ausgeprägten Vorerkrankungen sowie hohem Alter kam es zu Verschlechterungen bei Grunderkrankungen, an deren Folgen sie während des stationären Aufenthalts verstarben.

Nachweise von Salmonella panama gab es zudem bei einer erkrankten Mitarbeiterin und zwei Bewohner/innen, die als symptomlose Ausscheider der Bakterien identifiziert wurden. Alle weiteren Erkrankungsfälle sind nach Einschätzung des Gesundheitsamtes mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als nicht im ursächlichen Zusammenhang mit dem Salmonelloseausbruch stehend einzuordnen.

Von Beginn an war das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt der Kreisverwaltung aktiv an der Ursachenforschung beteiligt. Alle genommenen Proben ergaben in der mikrobiologischen Untersuchung auf Salmonellen negative Befunde. Eine Punktquelle der Infektion konnte trotz intensiver Bemühungen der beteiligten Behörden nicht ermittelt werden.

Medieninformation Landkreis Oder-Spree