10.04.2020

Sechs Abklärungszentren in Oder-Spree in Betrieb

Sechs über den Landkreis verteilte Abklärungszentren und ein mobiler Dienst der Johanniter sind in Oder-Spree für die Diagnostik einer Infektion mit dem Coronavirus in Betrieb gegangen. Als erstes hatte Mitte März das Zentrum in Schöneiche mit der Testung begonnen. Insgesamt wurden in den Testzentren bislang 635 Abstriche genommen, die meist im IMD Labor in Frankfurt (Oder) oder Berliner Laboren analysiert werden.

Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg, der Landkreis Oder-Spree und die Gemeinden haben gemeinsam mit niedergelassenen Ärzten der Region an den Standorten Schöneiche, Grünheide, Fürstenwalde, Storkow, Beeskow und Eisenhüttenstadt entsprechende Einrichtungen aufgebaut. Zusätzlich unterstützen die Johanniter beim Transport der Proben und führen Abstriche bei Patienten durch, die wegen eingeschränkter Mobilität eine Abklärungsstelle nicht aufsuchen können. Landrat Rolf Lindemann hat in dieser Woche persönlich alle Abklärungszentren besucht und konnte sich vor Ort über die Bedingungen ein Bild machen. Für die professionelle Arbeitsweise und das Engagement der Beteiligten bedankt er sich ausdrücklich.

Vorreiter im Landkreis Oder-Spree war unter der Leitung von Dipl.-Med. Heike Zeddies das Abklärungszentrum in Schöneiche. Durch das besondere Engagement der Freiwilligen Feuerwehr Schöneiche und des Teams von Heike Zeddies konnte dort schon am 19. März die Testung aufgenommen werden. Bis zum 8. April wurden in Schöneiche 190 Tests durchgeführt, davon waren 20 positiv.

Ausschließlich Personen, die von den jeweiligen Hausärzten oder dem Gesundheitsamt vorher verbindlich angemeldet werden, können in den Abklärungszentren getestet werden. Die Hausärzte oder das Gesundheitsamt entscheiden nach den vom Robert-Koch-Institut ausgegebenen Kriterien über eine Testung. Insbesondere Risikogruppen und im medizinischen Bereich Tätige (Pfleger, Krankenhauspersonal o.ä.) werden nach den neusten Empfehlungen vermehrt getestet.

In der Regel erfahren die Getesteten am nächsten, spätestens übernächsten Tag das Ergebnis – in Abhängigkeit von den Laborkapazitäten. Bei Vorliegen eines positiven Befundes meldet sich ein Mitarbeiter des Gesundheitsamtes und bespricht die weitere Vorgehensweise. So wird beispielsweise die Zeit der Quarantäne festgelegt, die Kontaktpersonenermittlung gestartet und Fragen rund um die Erkrankung beantwortet.

Die Anzahl der seit Beginn des Krankheitsausbruchs im Landkreis Oder-Spree nachweislich mit dem SARS-CoV-2-Virus infizierten Personen ist von 92 auf 95 Fälle gestiegen. Davon sind 56 inzwischen geheilt. Fünf am neuartigen Coronavirus erkrankte Personen aus Oder-Spree werden derzeit stationär behandelt (Stand 9. April 2020, 23:59 Uhr).

Medieninformation Landkreis Oder-Spree