15.05.2019

Veranstaltung auf der Burg Beeskow würdigt 70 Jahre Grundgesetz

In wenigen Tagen wird das Grundgesetz 70 Jahre alt. Seine 146 Artikel sind das Fundament für unser gesellschaftliches Zusammenleben und eine Aufforderung zur Mitgestaltung unseres Gemeinwesens. Diesen Grundgedanken greift der Landkreis Oder-Spree am 23. Mai, dem Tag, an dem das Grundgesetz vor 70 Jahren feierlich verkündet wurde, mit einer Veranstaltung auf der Burg Beeskow auf. Damit soll das Jubiläum gewürdigt, aber auch erlebbar werden, wie Mitbestimmung konkret ausgestaltet werden kann. „Unser Grundgesetz und die daraus abgeleiteten Wertvorstellungen sind eine gute Grundlage für unser Zusammenleben. Die moderne Form des Patriotismus sollte ein Verfassungspatriotismus sein, der die im Grundgesetz aufgerichtete Wertordnung als eine weltoffene, tolerante und kulturell sinnstiftende Leitkultur anerkennt“, bekräftigt Landrat Rolf Lindemann, der die Veranstaltung initiiert hat.


Termin: Donnerstag, 23. Mai 2019, um 17 Uhr

      Ort: Burg Beeskow, Frankfurter Str. 23


Gespräch mit Margot Friedländer, Martin Patzelt und Jörg Hildebrandt

Hauptakteure auf der Burg Beeskow werden zunächst Jugendliche sein und anschließend die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer. Sie liest aus ihrer Lebensgeschichte „Versuche, dein Leben zu machen“ und wird in einem gemeinsamen Podiumsgespräch mit Martin Patzelt, Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Bundestages, sowie dem Journalisten Jörg Hildebrandt erlebbar machen, was Grundrechtseinschränkungen durch Diktaturen bewirken. Moderiert wird das Gespräch von Andreas Oppermann, Redaktionsleiter des rbb-Studios in Frankfurt (Oder). Dieser Teil der Veranstaltung, den Landrat Rolf Lindemann um 17 Uhr eröffnen wird, richtet sich an die breite Öffentlichkeit und Besucher sind zum Gespräch mit den Zeitzeugen herzlich eingeladen.

Schüler erörtern Mitwirkungsmöglichkeiten

Zuvor werden sich bereits ab 15 Uhr Schülerinnen und Schüler von weiterführenden Schulen im Landkreis Oder-Spree über Beteiligungsrechte und Mitwirkungsmöglichkeiten austauschen. Diskutiert werden soll insbesondere darüber, wie die eigenen Belange der jungen Leute wirkungsvoll in kommunalpolitische Entscheidungsprozesse einfließen können. „Demokratie setzt den reflektierenden, urteilsfähigen Bürger voraus, der sich informiert und sich für die öffentlichen Angelegenheiten interessiert. Schulen sollten genau diesen mündigen Bürger heranbilden. Gemeinsam darüber nachzudenken, wie wir interessierten Jugendlichen bessere Beteiligungsmöglichkeiten im kommunalpolitischen Diskussions- und Entscheidungsprozess verschaffen können, ist meines Erachtens längst überfällig“, findet der Landrat und ruft die Bildungseinrichtungen zu reger Teilnahme an der Demokratiewerkstatt auf der Burg Beeskow auf.

Medieninformation Landkreis Oder-Spree