09.12.2015

Fischereiaufseher gut geschult und beraten

In einer mehrstündigen Schulung hat die untere Fischereibehörde des Landkreises Oder-Spree ihren 83 amtlich verpflichteten Fischereiaufsehern und zwei Fischereiaufseherinnen Anfang Dezember in Beeskow zusätzliche Kenntnisse für die Aufgabenerfüllung vermittelt und für die im Ehrenamt geleistete gute Arbeit gedankt. Die Teilnahme an der jährlichen Fortbildungsveranstaltung ist eine der Voraussetzungen, um die Tätigkeit als Fischereiaufseher gewissenhaft ausüben zu können.

Die Fischereiaufseher sind neben der unteren Fischereibehörde für die Beaufsichtigung von 8572 Hektar Gesamtwasserfläche im Landkreis Oder-Spree zuständig. In erster Linie sind sie präventiv tätig und kontrollieren die Einhaltung der fischereirechtlichen Bestimmungen. Allerdings mussten in diesem Jahr neben zahlreichen mündlichen Verwarnungen auch 77 Verstöße als Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten geahndet werden. Häufigste festgestellte Verstöße sind das Angeln ohne Angelkarte, das Raubfischangeln ohne Fischereischein oder das Angeln mit mehr als zwei Handangeln. Auch die Verwendung von lebenden Köderfischern stellt immer noch ein Problem bei den Anglern dar. Neben den ehrenamtlich tätigen Fischereiaufsehern und der unteren Fischereibehörde stellen auch die Landes- und die Wasserschutzpolizei im Rahmen ihrer Diensttätigkeit Verstöße gegen das Fischereirecht fest.

Höhepunkt der Fortbildung war die umfangreiche Ausführung der Oberstaatsanwältin Petra Marx von der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder). Eindrucksvoll und lebensnah berichtete sie über ihre Arbeit von den Ermittlungen zur Straftat bis zur Entscheidung zur möglichen Ahndung oder Einstellung des Verfahrens. Als Leiterin einer Abteilung und zugleich zuständig für das Sonderdezernat Fischwilderei weckte sie Verständnis für ihre Entscheidungen und appellierte an den Einsatz des „gesunden Menschenverstandes“ bei der Kontrolltätigkeit am Gewässer. Sie sprach sich für eine weitere gute Zusammenarbeit und Abstimmung zu den Einzelfällen mit der unteren Fischereibehörde aus, da dies für eine effektive Arbeitsweise dringend erforderlich sei.

Neben den zahlreichen Touristen und Angelgästen aus den Nachbarkreisen gehen über 15.000 Einwohner des Landkreises Oder-Spree der Angelfischerei nach und genießen so erholsame Stunden an den Gewässern des Landkreises.

Medieninformation Landkreis Oder-Spree