Fachtag „Pflege vor Ort“ in Bad Saarow mit Landrat Frank Steffen, Dezernentin Katja Kaiser und Amtsleiter Nico Ludwig
Vor mehr als drei Jahren startete der „Pakt für Pflege“, ein Schwerpunkt im Koalitionsvertrag der Landesregierung mit dem Ziel, pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen vor Ort zu unterstützen, Beratungsstrukturen auszubauen und die Fachkräftesicherung in der Pflege zu fördern. Eine der vier Säulen des Paktes ist das Förderprogramm „Pflege vor Ort“, das Pflege-Projekte vor Ort finanziell unterstützt.
Am Dienstag fand in der „Caritas Bildungsstätte Bad Saarow“ der diesjährige Fachtag „Pflege vor Ort“ mit über 120 Teilnehmenden statt, darunter auch Landrat Frank Steffen, Katja Kaiser, Dezernentin für Jugend, Bildung, Soziales und Gesundheit und Nico Ludwig, Leiter des Sozialamtes. Die Veranstaltung der Fachstelle Altern und Pflege im Quartier (FAPIQ) diente dem Erfahrungsaustausch über die weitere qualitative Ausgestaltung von „Pflege vor Ort“-Projekten. Auch ein Rückblick auf bereits umgesetzte und bestehende Maßnahmen wurde in verschiedenen Fachforen gegeben. Die Sozialplanung der Kreisverwaltung gestaltete mit Maxie Wollschläger, Leiterin Sozialplanung und Controlling und Ulrike Grünewald, Sozialplanerin, ein eigenes Fachforum, um über die Umsetzung der Pflegestrukturplanung und die Projekte in den Kommunen des Landkreises Oder-Spree zu informieren.
In einer Podiumsdiskussion zog Landrat Frank Steffen ein positives Fazit zum „Pakt für Pflege“. Er betonte, wie bedeutend das Förderprogramm für die Kommunen in Brandenburg sei und welche Chancen es eröffnet: „Das Programm bietet Städten und Gemeinden die Möglichkeit, flexibel auf die spezifischen Gegebenheiten und Bedarfe vor Ort zu reagieren. Diese Flexibilität ist entscheidend, um den unterschiedlichen Herausforderungen in der Pflege gerecht zu werden und passgenaue Lösungen zu entwickeln.“ An der Podiumsdiskussion nahmen neben Frank Steffen, Ulrich Wendte vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, Kerstin Schulz aus der Sozialplanung des Landkreises Spree-Neiße, Christian Hentschel, Bürgermeister der Gemeinde Schönefeld, sowie Matthias Teut vom Paritätischen Landesverband Brandenburg teil. Sie alle betonten die Bedeutung des Förderprogramms und die positiven Auswirkungen in ihren jeweiligen Regionen.
Seit dem Start von „Pflege vor Ort“ wurden bereits mehr als 600 Projekte initiiert. Mit Erfolg: In Brandenburg werden 86,9 Prozent aller pflegebedürftigen Menschen zuhause gepflegt – das ist der bundesweit höchste Wert, wie das Sozialministerium in Potsdam mitteilte.
Datum: 29. Mai 2024