Kreisbauerntag 2025 im Landkreis Oder-Spree -
Informationen zu zentralen Themen der Landwirtschaft
Der Kreisbauernverband Oder-Spree hatte am Donnerstag, dem 4. Dezember, zum Kreisbauertag nach Buckow eingeladen. Insgesamt 68 Teilnehmende aus Landwirtschaft, Verbänden, Politik und Verwaltung folgten der Einladung und kamen zusammen, um über aktuelle Herausforderungen und Anliegen der regionalen Betriebe zu beraten. Neben Vertreterinnen und Vertretern des Kreisbauernverbands und des Landesbauernverbands Brandenburg nahm auch Landrat Frank Steffen an den Gesprächen teil. Im Zentrum des Austauschs standen sowohl landes- und bundespolitische Rahmenbedingungen als auch regionale Entwicklungen, die die landwirtschaftliche Praxis im Landkreis maßgeblich beeinflussen.
Der Präsident des Landesbauernverbands, Henrik Wenndorff, verwies auf zentrale Herausforderungen, insbesondere auf Mängel der aktuellen Düngeverordnung und des Messstellensystems, die als nicht verursachergerecht gelten und überarbeitet werden müssten. Er betonte die Bedeutung verlässlicher wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, da schwankende Erträge und Marktpreise die Planung erschweren. Zudem setzten strukturelle Veränderungen wie der Rückgang regionaler Verarbeitungsbetriebe die Tierhaltung unter Druck. Auch im Naturschutz brauche es klare Ziele und transparente Kriterien, um praxistaugliche Lösungen zu ermöglichen. Die zentrale Forderung der Landwirtschaft lautet daher: „Mut haben, klare Ziele und Definitionen zu benennen.“
Landrat Frank Steffen ging auf aktuelle Herausforderungen ein und betonte die Bedeutung einer verlässlichen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit. Die Geflügelpest werde weiterhin aufmerksam beobachtet, und das Veterinäramt stehe in engem Austausch mit den Betrieben. Beim Thema Wolf sprach sich der Landrat für praxisnahe Lösungen aus, die sowohl den Schutz der Weidetiere als auch die Belange der Landwirtschaft berücksichtigen. Darüber hinaus hob er hervor, dass Förderprogramme einfacher zugänglich werden müssten und der Abbau bürokratischer Hürden bei landwirtschaftlichen Verfahren eine hohe Priorität habe. „Das Landwirtschafts- und Veterinäramt steht an Ihrer Seite. Wir werden die Betriebe in unserer Region weiterhin unterstützen – mit klaren Ansprechpartnern, praxisnahen Lösungen und dem Ziel eines guten Miteinanders.“ versicherte Landrat Frank Seffen.
Der Vorsitzende des Kreisbauernverbands Oder-Spree, Herr Noppe, berichtete von einer stabilen Mitgliederentwicklung und betonte, wie wichtig es sei, den Rückgang beitragspflichtiger Mitglieder zu verhindern. Der Verband versteht seine Stärke im gemeinsamen Auftreten der landwirtschaftlichen Betriebe. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Nachwuchsgewinnung: Zahlreiche Ausbildungsbetriebe und Partner im Netzwerk bieten Ausbildungsplätze in landwirtschaftlichen Berufen, viele junge Fachkräfte konnten übernommen werden. Für ihr herausragendes Engagement wurde Ausbildungsleiterin Frau Beierlein gewürdigt, ebenso mehrere Absolventinnen und Absolventen.
Gut zu wissen: Der Kreisbauertag ist eine jährlich stattfindende Versammlung des Kreisbauernverbands, bei der Landwirte gemeinsam mit Politik, Verwaltung und Fachverbänden über agrarpolitische Themen sowie betriebliche und strukturelle Entwicklungen beraten. Die Veranstaltung dient dem Austausch, der gemeinsamen Positionierung und der Stärkung der regionalen Landwirtschaft.
Datum: 9. Dezember 2025