Inhalt

Landrat Frank Steffen informiert sich bei Unternehmensbesuchen in Fürstenwalde über innovatives Bauen und nachhaltiges Lernen

George Salden, Geschäftsführer der Capital Bay Gruppe, erklärt Landrat Frank Steffen die Modularbauweise © Karolin Ring George Salden, Geschäftsführer der Capital Bay Gruppe, erklärt Landrat Frank Steffen die Modularbauweise

Im Rahmen einer Einladung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostbrandenburg besichtigte Landrat Frank Steffen am Dienstag zwei zukunftsweisende Unternehmen in der Region.

Der erste Stopp führte ihn zu Daiwa House in Fürstenwalde, Europas größtem Modulbauhersteller. George Salden, einer der Inhaber, führte Landrat Frank Steffen, Annett Schubert, Leiterin Regionalcenter Oderland der IHK, Praktikantin Martha Haß und Kreissprecherin Karolin Ring über das Geländer des ehemaligen Stahlbauunternehmens Reuther.

George Salden: „Wir bauen Wohngebäude mit vorgefertigten Gebäudemodulen in Rekordzeit. Mit dem hohen Vorfertigungsgrad der Module in unserer Fabrik können wir die Bauzeit um 50 Prozent verkürzen. Denn die Module werden auf der Baustelle einfach übereinandergestapelt und da die Qualitätskontrolle bereits im Werk erfolgt, kommt es nicht zu langwierigen Nachbesserungen von Baumängeln“.

Den größten Auftrag hat das Unternehmen derzeit in Berlin. Dort errichtet das Wohnungsunternehmen "Gewobag" an der Landsberger Allee rund 1550 Wohnungen aus den Modulen, die in Fürstenwalde gefertigt werden und lässt so Europas größten Modularkomplex entstehen.

Landrat Frank Steffen zeigte sich beeindruckt: „Ich sehe großes Potenzial im modularen Bauen für unsere Region, insbesondere im Bereich der Schulbauten und des bezahlbaren Wohnens. Nicht nur, was die Schnelligkeit und die Bezahlbarkeit angeht, sondern auch der Aspekt der Nachhaltigkeit ist entscheidend." Dem stimmte George Salden zu: „Bei uns gibt es eine Rücknahmegarantie mit Rückvergütung. Das heißt, wenn ein Gebäude nicht mehr gebraucht wird, stapeln wir die Module wieder ab, unterziehen sie in der Fabrik einer Sanierung und setzen sie für den Bau eines neuen Gebäudes an einem anderen Standort wieder ein. Auf diese Weise spart unser Modulbau die Hälfte an CO₂ gegenüber der traditionellen Bauweise.“

Derzeit arbeiten rund 300 Mitarbeitende in der Produktion in Fürstenwalde. Mit den geplanten Erweiterungen der Produktionskapazitäten soll diese Zahl auf rund 1.500 ansteigen. Dann können jährlich bis zu 30.000 Module vom Band laufen.

Jens Voigt, Leiter der Akademie für Lernmethoden in Fürstenwalde zeigt Landrat Frank Steffen und Annett Schubert, Leiterin Regionalcenter Oderland der IHK seine Holzwerkstatt, in der er Spiele erfindet und baut © Karolin Ring Jens Voigt, Leiter der Akademie für Lernmethoden in Fürstenwalde zeigt Landrat Frank Steffen und Annett Schubert, Leiterin Regionalcenter Oderland der IHK seine Holzwerkstatt, in der er Spiele erfindet und baut

Der zweite Unternehmensbesuch führte Landrat Steffen zur Akademie für Lernmethoden, wo ihm Jens Voigt, Leiter der Akademie, die innovativen Ansätze im Bereich der Lernmethoden und -technologien vorstellte. „Ich bin seit 40 Jahren Lehrer und habe festgestellt, dass Kindern in der Schule zwar Fachwissen beigebracht wird, aber sie nach der zehnten oder zwölften Klasse die Schuler verlassen und gar nicht gelernt haben, zu lernen. Genau das passiert hier in unserer Akademie: Wir geben Kindern, aber auch Erwachsenen Lernmethoden und Lerntechniken an die Hand, mit denen das Lernen Spaß macht." Neben der Einzelarbeit mit Kindern und Jugendlichen bietet die Akademie für Lernmethoden auch Coachings und Seminare für Pädagoginnen und Pädagogen an zum Beispiel in den Bereichen Gehirngerechtes Lernen, Mindmapping und Gedächtnistraining.

Landrat Frank Steffen resümierte nach den Unternehmensbesuchen: „Bezahlbarer Wohnraum und lebenslanges Lernen sind zwei absolute Zukunftsthemen, deshalb bin ich stolz, solche Unternehmen in unserem Landkreis zu wissen."

Datum: 26. März 2025