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Regionalentscheid des 67. Vorlesewettbewerbs in der Burg Beeskow: Friedrich Mamerow siegt im Landkreis

Vorlesewettbewerb

Spannende drei Minuten, konzentriertes Zuhören – und am Ende verdienter Applaus: Beim Regionalentscheid des 67. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels wurde am Samstag Friedrich Mamerow aus Kossenblatt zum besten Vorleser des Landkreis Oder-Spree gekürt. In historischer Kulisse traten die Siegerinnen und Sieger der Schul- sowie Stadt- und Kreisentscheide gegeneinander an – mit dem Ziel, eine Runde weiterzukommen.

Mit rund 600.000 Teilnehmenden pro Jahr zählt der 1959 gestartete Vorlesewettbewerb zu den größten bundesweiten Schülerwettbewerben in Deutschland. Er steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und wird von der Kultusministerkonferenz empfohlen.

So lief der Wettbewerb ab

Beim Regionalentscheid kommt es nicht nur auf das Lieblingsbuch an, sondern auch auf Spontaneität: Die Kinder lesen einen vorbereiteten Wahltext und zusätzlich einen unbekannten Fremdtext. Für den Wahltext gilt in der Regel eine Lesezeit von drei Minuten; der Fremdtext (Überraschungstext) wird vorgegeben und wird meist etwa zwei Minuten gelesen.

Bewertet wird anhand klarer Kriterien – darunter Lesetechnik (z. B. flüssiges Lesen, deutliche Aussprache, passendes Tempo), Interpretation (Stimmung erfassen und vermitteln) sowie beim Wahltext auch die Textstellenauswahl (stimmiger Ausschnitt, verständlicher Zusammenhang, Zeitplanung). Versprecher werden dabei ausdrücklich nicht „abgestraft“.

Nächste Station: Bezirksentscheid

Mit seinem Sieg qualifiziert sich Friedrich Mamerow für den Bezirksentscheid. Der Wettbewerb verläuft bundesweit in Etappen: Von den Klassen- und Schulentscheiden im Herbst geht es über Stadt-/Kreisentscheide im Februar zu Bezirksentscheiden im März/April, danach folgen die Landesentscheide im Mai – das Bundesfinale ist für Juni geplant.
Im Bundesfinale lesen traditionell die 16 Landessieger*innen um den Bundessieg; eine prominente Jury entscheidet über den Titel.

Urkunde und Buchgeschenk für alle Teilnehmenden

Wie bei den Regionalentscheiden üblich, erhalten alle teilnehmenden Kinder eine Urkunde sowie ein Buchgeschenk – eine Anerkennung für ihren Schulsieg und die Leistung auf regionaler Bühne.

In dieser Runde ist das Preisbuch Rocky Winterfeld von Marie Hüttner (Thienemann Verlag, 2025). Darin gerät Rocky nach einem geheimnisvollen Brief in ein Abenteuer rund um einen Wissenschaftswettbewerb – inklusive Roadtrip im klapprigen VW-Bus bis nach Danzig. Für den Vorlesewettbewerb wurde der Titel als Sonderedition gedruckt; die Aktion ist so angelegt, dass über 7.000 Kinder das Buch auf Stadt- und Kreisebene als Erinnerung bekommen.

Warum es beim Vorlesewettbewerb um mehr als Punkte geht

Veranstaltet wird der Wettbewerb von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenverein des Deutschen Buchhandels – in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und kulturellen Einrichtungen.
Im Mittelpunkt stehen Lesefreude und Lesekompetenz: Kinder sollen ermutigt werden, sich mit Geschichten auseinanderzusetzen, sicher vor Publikum zu sprechen und neue Bücher zu entdecken.

Wer nach dem Regionalentscheid Lust auf mehr Lesestoff bekommen hat, findet auf der offiziellen Website des Wettbewerbs außerdem kuratierte Buchempfehlungen – sortiert nach Themen und Kategorien, inklusive Listen rund um die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs).

Weitere Informationen:
Der aktuelle Stand des 67. Vorlesewettbewerbs sowie alle Informationen, Termine und Teilnehmerschulen sind auf www.vorlesewettbewerb.de zu finden.

Datum: 23. Februar 2026