Versorgung in Krisensituationen: THW & Oder-Spree arbeiten zusammen
Der Fürstenwalder Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) unterzeichnete heute eine neue Kooperationsvereinbarung mit dem Landkreis Oder-Spree, um die Notversorgung in Krisensituationen zu gewährleisten. Die Fürstenwalder THW’ler werden künftig spezifische Katastrophenschutzaufgaben übernehmen. Seit 2015 und darüber hinaus besteht bereits eine Zusammenarbeit im Bereich des Katastrophenschutzes. Der Ortsverband Fürstenwalde/Spree verfügt über rund 50 aktive Mitglieder und davon 4 Frauen.
Der Landkreis Oder-Spree teilte dazu mit:
Neben den Feuerwehren gehört der Fürstenwalder Ortsverband des Technischen Hilfswerks zu den vielen verlässlichen und leistungsstarken Partnern im Netzwerk von Blaulichtorganisationen, die sich im Katastrophenschutz des Landkreises engagieren.
„Wir können uns alle glücklich schätzen, dass so viele gut ausgebildete und motivierte Hilfskräfte, die mit den unterschiedlichsten Einsatzsituationen fertig werden müssen, ehrenamtlich bei uns in der Region für die Menschen da sind und bereit sind, in Notsituationen zu helfen“, sagte Landrat Frank Steffen anlässlich der Unterzeichnung einer neuen Kooperationsvereinbarung zwischen dem Landkreis und dem THW-Ortsverband Fürstenwalde/Spree am 22. Januar.
Durch das neue gemeinsame Abkommen werden die Notversorgung und Notinstandsetzung in Krisensituationen abgesichert. Für solche Fälle ist seit der Novellierung der Katastrophenschutzverordnung des Landes Brandenburg die Vorhaltung einer Schnelleinsatzeinheit-Versorgung Energie (SEE-VE) vorgesehen.
Das THW betreibt grundsätzlich in jedem Ortsverband eine „Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung“, so auch in Fürstenwalde. Das Know-how dieser Fachgruppe entspricht den Anforderungen an die Schnelleinsatzeinheit-Versorgung Energie im Katastrophenfall. Perspektivisch wird daher der Ortsverband Fürstenwalde/Spree des THW diese Aufgabe für den Landkreis übernehmen. Das wurde in der neuen Vereinbarung festgelegt.
Seit 2015 besteht eine allgemeine Vereinbarung über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Brand- und Katastrophenschutzes sowie der Hilfeleistung mit dem THW. Diese regelt die grundsätzliche Zusammenarbeit sowie das Zusammenwirken beider Partner in Bezug auf die Führung in Einsätzen, die Ausbildung und Übung sowie die damit verbundenen Kosten.
Weiterhin unterhält und beschafft der Landkreis Ausrüstungsgegenstände die dem THW übergeben wurden, wie zum Beispiel für die Großtierrettung oder ein Hilfeleistungssatz-Bahn sowie diverses Schlauchmaterial nebst Zubehör.
Diese Ausstattung hält der Ortsverband für die örtliche Gefahrenabwehr im Landkreis für bestimmte Situationen vor, bringt sie in den Einsatz und bildet dafür seine Mitglieder daran aus.
Das Thema „Zivilschutz“ als ureigene Aufgabe des Technischen Hilfswerks ist heutzutage in aller Munde. Dem THW-Ortsverband Fürstenwalde/Spree gehören aktuell rund 50 Helfende an, die Anzahl soll indes in Fürstenwalde verdoppelt werden. Die Mitglieder suchen daher tatkräftige Mitstreiter und hier vor allem auch Frauen die sich im Alter von 17 bis 67 Jahren im Zivil- und Katastrophenschutz engagieren möchten.
Datum: 22. Januar 2026