16.10.2015

Sauen gewinnt Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

Nach der Jury des Landkreises Oder-Spree hat der Ortsteil Sauen der Gemeinde Rietz-Neuendorf auch die Juroren auf Landesebene überzeugt und sich im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ im Land Brandenburg den Sieg geholt. Gemeinsam mit der zweitplatzierten Gemeinde Straupitz aus dem Nachbarkreis Dahme-Spreewald wird das gegenwärtig 89 Einwohner zählende Angerdorf das Land Brandenburg im 2016 anstehenden Bundeswettbewerb vertreten.

Die Sieger des Landeswettbewerbes wurden am Freitag in Pretschen ausgezeichnet. „Dieses Jahr hatte es die Jury besonders schwer, aus den vielen guten Präsentationen letztendlich die Preisträger zu ermitteln. Die rege Teilnahme zeigt, dass dieser Wettbewerb auch in Brandenburg schon eine feste Größe im kommunalpolitischen Leben ist. Brandenburg hat tolle Dörfer mit Zukunft, starke ländliche Räume und zupackende Bürger“, zog Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger Bilanz.

Im laufenden Wettbewerb waren 93 Gemeinden am Start. In allen neun Wettbewerben, die es bisher auf Landesebene gegeben hat, haben 1.318 Dörfer untereinander um den Titel „Landessieger“ konkurriert. Es ging hierbei nicht nur um die schönsten Dörfer, sondern auch der Aspekt des ehrenamtlichen Engagements, die sozialen und kulturellen Aktivitäten und die Herausarbeitung einer Zukunftsperspektive waren wichtige Entscheidungskriterien. „Unser Dorf hat Zukunft“ bedeute Heimat zu gestalten, hebt das Agrarministerium hervor.

Sauen überzeugt mit Nachhaltigkeit und Engagement seiner Bürger

Sauen (Gemeinde Rietz-Neuendorf), liegt wenige Kilometer nördlich der Kreisstadt Beeskow. Seit Jahren engagiert sich das Dorf in der Arbeitsgemeinschaft „Historische Dorfkerne im Land Brandenburg“. Die vielfältigen Anregungen des Netzwerks werden intensiv genutzt, um für Sauen tragfähige Entwicklungsstrategien zu entwickeln. Dabei setzt Sauen sichtbar auf Nachhaltigkeit, einerseits durch Erhalt und Ausbau des historischen Dorfkerns, gepaart mit gepflegten Grünanlagen und Baumalleen, andererseits durch das gebündelte Engagement im Dachverein Eulennest e.V. In Sauen hat das weitsichtige Handeln Tradition. 1913 begann der Chirurg August Bier hier sein großes forstökologisches Waldexperiment. Begleitet durch die überregionalen Aktivitäten der August-Bier-Stiftung setzen die Sauener auf einen naturnahen Tourismus. Die aktive Umweltbildung für Schulklassen im Sauener Wald ist beispielgebend. Mehr als tausend Kinder pro Jahr beschäftigen sich mit den klimarelevanten Effekten eines naturnahen Mischwalds. Ebenfalls weitsichtig agiert der ortsansässige Landwirtschaftsbetrieb durch die Etablierung einer autarken Energieversorgung mit zusätzlicher Wärmebereitstellung für zehn Wohnungen und für den touristischen Info-Punkt „Papphaus“ am Dorfanger.

Presseinformation Ministerium für
Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft