01.03.2017

Tätigkeitsbegleitende Qualifizierung zur Erzieherin abgeschlossen

15 Frauen und ein Mann haben am Dienstag (28.02.2017) in der Kreisstadt Beeskow nach zweijähriger, tätigkeitsbegleitender Qualifizierung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher aus den Händen von Dr. Thomas Drescher, Staatssekretär für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, ihre Abschlusszertifikate erhalten. Die Gleichwertigkeitsfeststellung bescheinigt den Absolventen, die ursprünglich aus anderen Berufsfeldern kommen, dass Sie über gleichwertige Fähigkeiten wie staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher verfügen.

Angeschoben und koordiniert hat das Projekt bereits zum zweiten Mal PRO Arbeit – kommunales Jobcenter Oder-Spree. Um diese Qualifizierung auf den Weg zu bringen, wurden Förderleistungen aus den Bereichen Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) und Arbeitsförderung (SGB III) miteinander verzahnt und zahlreiche Partner eingebunden, erläuterte Rolf Lindemann, Landrat des Landkreises Oder-Spree, den Gästen. Das Berliner Institut für Frühpädagogik (BIfF), 13 Kindertagesstätten aus dem Landkreis Oder-Spree, Dozentinnen und Dozenten sowie das Jugendamt haben die Absolventen gemeinsam begleitet. 1.200 Unterrichtsstunden und eine noch umfangreichere Praxisphase von über 2.000 Stunden waren zu absolvieren. Das vom BIfF maßgeschneiderte Konzept ermöglichte durch den kontinuierlichen Wechsel zwischen einwöchigen Seminarphasen und zwei Wochen praktischer Arbeit in den Kitas den raschen Transfer von erworbenem Wissen in Handlungskompetenz. Dabei konnten die Lernenden Praxiserfahrung in der Betreuung von Kindern der Altersgruppe von unter drei Jahren bis hin zu Schulkindern im Hortalter sammeln.

„Sie haben einen anstrengenden Weg mit Bravur zurückgelegt“, würdigte Rolf Lindemann die Leistungen der Absolventen, die in ihrem sehr verantwortungsvollen Beruf schon in einer frühen Phase darauf Einfluss nehmen würden, ob junge Menschen lebensbejahend und interessiert ihren Weg gehen. Einig waren sich Landrat Rolf Lindemann, Staatssekretär Dr. Thomas Drescher und Jugendamtsleiter Martin Isermeyer in ihren Redebeiträgen darin, dass Seiteneinsteiger mit ihrer Lebenserfahrung und ihren speziellen Kompetenzen, die sie aus anderen Berufen mitbringen, eine „große Bereicherung“ der Arbeitswelt seien.

Eine besonders gute Nachricht hatte Angelika Zarling, Leiterin von PRO Arbeit – kommunales Jobcenter Oder-Spree. Sie ordnete die Qualifizierung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher mit einer Vermittlungsquote von fast 100 Prozent als „die erfolgreichste Maßnahme“ des kommunalen Jobcenters ein. An diese gute Bilanz soll angeknüpft werden: Die Planungen für eine dritte Auflage einer solchen Weiterbildungsmaßnahme haben begonnen. Starten wird diese im kommenden Jahr.

Medieninformation Landkreis Oder-Spree