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Kunst der Erinnerung: Krieg, Befreiung, Freundschaft in Bildern aus dem Kunstarchiv Beeskow

Aufgrund der aktuellen Vorsichtsmaßnahmen zur Einschränkung der Verbreitung des Virus Covid-19 und der damit einhergehenden temporären Schließung des Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR geht unser Museum neue Wege. Da die Eröffnung der Ausstellung noch unbestimmte Zeit verschoben ist, sind nun Einblicke in die Ausstellung online zugänglich.

„Kunst der Erinnerung“ zeigt Gemälde, Grafiken und Fotografien, die sich mit dem II. Weltkrieg, der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Freundschaft zur Sowjetunion befassen. Diese Themen sind zentral für das Geschichtsverständnis der DDR, entsprechend präsent sind sie in der Kunst. In den 1980er-Jahren werden dabei vermehrt Zwischentöne und vielschichtige Deutungen wahrnehmbar: jenseits von Idealisierung, antifaschistischem Mythos und bekenntnishafter Symbolik. Breit gefächert sind die ästhetischen Mittel. Sie reichen von realistischen, expressiven bis hin zu abstrahierenden Ausdrucksformen. In vielen Arbeiten verschmelzen Geschichtsreflexion und das Nachdenken über Gegenwartsprobleme wie autoritäre gesellschaftliche Verhältnisse, Militarismus und die Angst vor einem Atomkrieg. So entstehen Denkbilder von fortwirkender Aktualität.

Mit Werken unter anderem von Petra Flemming, Dieter Gantz, Heidrun Hegewald, Hartmut Hornung, Gerhard Goßmann, Gerhard Kurt Müller, Norbert Wagenbrett, Thomas Ziegler.

Ein Projekt im Rahmen des Themenjahres „Krieg und Frieden. 1945 und die Folgen in Brandenburg – Kulturland Brandenburg“.

Was Sie erwartet, fasst Kurator Axel Drieschner in einem Video auf Facebook zusammen.

Kurator Axel Drieschner

Ja wir befinden uns hier im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt. Ich bin Axel Drieschner und Kurator hier. Wir bereiten gerade eine Ausstellung vor, zusammen mit dem Kunstarchiv Beeskow, zu dem Thema: Kunst der Erinnerung, Krieg, Befreiung, Freundschaft in Bildern aus dem Kunstarchiv Beeskow, anlässlich des 75. Jahrestages des Kriegsendes und im Rahmen einer Kampagne zusammen mit dem Kulturland Brandenburg, die überall in Brandenburg Ausstellungen und andere Veranstaltungen unterstützen in diesem Jahr.

Wir zeigen Bilder aus dem Kunstarchiv Beeskow, die sich mit diesem Komplex Krieg, Befreiung, Freundschaft, das ist ein Schlagwort noch aus der DDR, also mit der Verarbeitung des Faschismus beschäftigen und zwar Bilder die man vielleicht nicht immer vermutet, wenn man an DDR denkt. Man denkt oft an Plakative Darstellungen die die Systeme nach ideologischen Vorstellungen übertragen in Kunst. Es gibt aber eine ganze Reihe von Bildern und auch Werke im Kunstarchiv die eine vielschichtige Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und dem II. Weltkrieg wiederspielgelt. Wir haben eine Auswahl davon für unsere Ausstellung ausgewählt und werden diese die nächsten Tage aufbauen.

Kunstarchiv Beeskow, Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR Eisenhüttenstadt

Datum: 16. April 2020