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Hoch "Detlef" heizt Brandenburg ein - Waldbrandgefahr steigt

Über Europa hat sich in den letzten Tagen ein ausgedehntes Hochdruckgebiet festgesetzt. Diese Wetterlage wird auch in den nächsten Tagen bestimmend sein. Die Meteorologen rechnen mit reichlich Sonnenschein und Temperaturen über der 30-Grad-Marke. Mit der Hitzewelle steigt die Waldbrandgefahr in Brandenburg wieder extrem an. 

Das Forstministerium warnt vor den Gefahren und bittet alle Bürgerinnen und Bürger, das strikte Rauchverbot in den Wäldern einzuhalten. Zu Rauchen oder bei Waldbrandgefahr im Wald oder in der Nähe von Wald zu grillen ist kein Kavaliersdelikt. Das Waldgesetz schreibt einen Abstand von mindestens 50 Metern vor. Verstöße können mit erheblichen Geldbußen geahndet werden. Waldbrände bringen nicht nur die Natur in Gefahr und vernichten das Vermögen von Generationen, sondern bringen auch Menschenleben in Gefahr. Bei den zahlreichen großen Waldbränden in Brandenburg in den vergangenen beiden Jahren, ist es zu Evakuierungen von Menschen gekommen oder diese mussten bereits vorbereitet werden.

Forstbehörde lässt die Wälder für die Besucher offen

Jetzt die Wälder zu sperren, sei aber nicht der sinnvollste Weg, so die Umweltstaatssekretärin Silvia Bender. Sie appelliert an die Waldbesucher die Verbote einzuhalten. „Hierzu gehört auch, die Zufahrten zum Wald nicht durch parkende Autos zu versperren und das strikte Befahrungsverbot zu beachten. Wenn sich alle an die Regeln halten, steht einem Aufenthalt, insbesondere in den Corona-Zeiten, im Wald nichts im Wege“, so Silvia Bender.

Die gute Zusammenarbeit von Forst und Feuerwehr ist vielfach entscheidend. Wenn Waldbrände frühzeitig erkannt werden, sind auch die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren schnell in der Lage Waldbrände zu löschen. Probleme beim Löschen tauchen immer da auf, wo sich noch alte Munition im Boden befindet. Hier sind sich die Führungskräfte aber einig: Die Sicherheit der Einsatzkräfte geht vor - so wertvoll kann kein Baum sein, dass man ein solches Risiko eingeht.

105 Kameras überwachen den Brandenburger Wald und scannen die Wälder nach aufsteigenden Rauchwolken ab. Wenn eine Rauchwolke erfasst wird, werden die Daten analysiert und an die zuständige Regionalleitstelle der Feuerwehr übermittelt.

Die aktuelle Waldbrandgefahrenstufe wird für die jeweilige Region wird täglich um 8:00 Uhr auf den Internetseiten des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) veröffentlicht.

Auszug aus Pressemitteilung des MLUK

Datum: 7. August 2020

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