Zusatzinformationen
22.06.2015

Schulen und Jugendamt vereinbaren Kooperation

Mit der Unterzeichnung von Kooperationsvereinbarungen haben am Montag in Beeskow drei weiterführende Schulen und das Jugendamt des Landkreises Oder-Spree ihre Zusammenarbeit auf eine gemeinsame Handlungsgrundlage gestellt. Die Vereinbarungen mit dem Rouanet-Gymnasium Beeskow, der Albert-Schweitzer-Oberschule Beeskow und der Oberschule Briesen der FAW gGmbH regeln die Zusammenarbeit zwischen den Schulen und dem Jugendamt insbesondere bei Kindeswohlgefährdung, Fällen, in denen Kinder besondere Verhaltensauffälligkeiten im sozialen-emotionalen Bereich aufweisen, bei gravierender Schuldistanz und wenn es um die Hilfegewährung durch das Jugendamt geht.

„Wir haben jetzt mit 40 Schulen solche Vereinbarungen. Das ist fast die Hälfte aller Schulen im Landkreis. Die Übereinkünfte sind ein weiterer Baustein, wenn es darum geht, Familien zu erreichen, die große Probleme schultern müssen und allein damit überfordert sind", findet Martin Isermeyer, Leiter des Jugendamtes im Landkreis Oder-Spree. Dr. Cynthia Werner, Schulleiterin der Oberschule Briesen, erwartet, dass mit den zwischen Schulen und Jugendamt verabredeten Richtlinien künftig schneller auf Problemsituationen von Kindern reagiert werden kann.

Viel Lob gab es von den drei beteiligten Schulen für die Entstehungsgeschichte der Vereinbarung. Ein Jahr lang sei daran „auf Augenhöhe" gearbeitet worden, wie die Schulleiter bilanzierten. „Das Jugendamt hat uns nichts Fertiges vorgesetzt, wir konnten unsere Gedanken einbringen und der gesamte Prozess war auch ein Stück Weiterbildung für unser Kollegium", meint Klaus-Jürgen Teichert, Schulleiter des Rouanet-Gymnasiums Beeskow. Sein Kollege von der Albert-Schweitzer-Oberschule Beeskow; Frank Boywitt, ergänzt: „Wir konnten auf beiden Seiten Missverständnisse ausräumen und haben einen Konsens erreicht, der für alle vorteilhaft ist."

Medieninformation Landkreis Oder-Spree