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Das Fachgebiet Tierschutz warnt vorm Zurücklassen von Hunden in Fahrzeugen bei sommerlichen Außentemperaturen

Trotz wiederholter Aufklärungskampagnen und zahlreichen Warnhinweisen, hat sich im Landkreis Oder-Spree in diesem Sommer bereits der erste Fall ereignet, bei dem ein Hund aufgrund der Hitze in einem Auto in Gefahr geriet. Aus diesem Grund warnt das Fachgebiet Tierschutz des Amtes für Landwirtschaft, Veterinär- und Lebensmittelüberwachung eindringlich davor, Hunde in den Sommermonaten in Fahrzeugen zurückzulassen.

Bereits bei Außentemperaturen von 20 Grad Celsius können im geschlossenen Auto Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius erreicht werden. Hunde regulieren ihre Körpertemperatur hauptsächlich durch Hecheln und sind daher besonders anfällig für Überhitzung und Hitzschlag. Laut der amtlichen Tierärztin Maria Jänchen erhöht sich die Atemfrequenz der Hunde beim Hecheln massiv. Je schneller ein Hund hechelt, desto flacher atmet er. Zudem verlieren Hunde durch das Hecheln viel Flüssigkeit. Dies führt zu einem austrocknen des Tieres. Schafft es das Tier nicht mehr den Wärmehaushalt durch geeignete Kompensationsmöglichkeiten herunter zu regulieren, kann dies zur Überhitzung und letztendlich zum Tod des Tieres führen.

Das Zurücklassen von Tieren in heißen Autos ist nicht nur eine Frage der Verantwortung, sondern auch eine strafbare Handlung. Gemäß Paragraph 8 Absatz 2 Nummer 3 Tierschutzhundeverordnung „hat die Betreuungsperson für ausreichende Frischluft und angemessene Lufttemperaturen zu sorgen, wenn ein Hund ohne Aufsicht verbleibt; dies gilt insbesondere für den Aufenthalt in Fahrzeugen […] in denen die Lufttemperatur schnell ansteigen kann.“ Tierhalter, die ihre Hunde der Gefahr einer Überhitzung aussetzen, müssen mit hohen Geldstrafen und im schlimmsten Fall mit einer Anzeige wegen Tierquälerei rechnen.

Die Tierschutzorganisation Tasso gibt folgende Tipps zum Schutz der Tiere:

  • Keine Hunde im Auto lassen: Selbst für kurze Erledigungen sollten Hunde bei warmem Wetter niemals im Auto gelassen werden.
  • Schatten ist nicht ausreichend: Ein im Schatten geparktes Auto kann sich dennoch schnell aufheizen, insbesondere wenn die Sonne wandert.
  • Für frische Luft sorgen: Falls es unvermeidlich ist, den Hund im Auto zu lassen, sollten alle Fenster einen Spalt geöffnet sein und es sollte für ausreichend Wasser gesorgt werden. Dennoch bleibt dies keine sichere Option bei heißen Temperaturen.
  • Alternative Lösungen finden: Wenn möglich, sollten Hunde zu Hause gelassen oder in klimatisierten Räumen untergebracht werden.

Auch Passanten werden gebeten, aufmerksam zu sein. Wer einen hechelnden Hund in einem verschlossenen Fahrzeug bemerkt, sollte sofort die Polizei informieren. Schnelles Handeln kann Leben retten. Das Fachgebiet Tierschutz des Landkreises Oder-Spree appelliert an alle Tierhalter, verantwortungsbewusst zu handeln und die Gefahren der sommerlichen Hitze ernst zu nehmen. Nur so kann unnötiges Tierleid vermieden werden.

Datum: 9. Juli 2024