Zusatzinformationen

Aufenthaltsgestattung / Duldung / Rückführung

Asylverfahren und Zuweisungsentscheidung

Die Registrierung als Asylbegehrender und vorübergehende Aufnahme erfolgt in der Erstaufnahmeeinrichtung der Zentralen Ausländerbehörde des Landes Brandenburg in Eisenhüttenstadt.

Der Asylantrag wird beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gestellt.

Die Ausländerbehörde ist an die Entscheidungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, sowie das Verwaltungsgericht gebunden.

Die Zentrale Ausländerbehörde entscheidet mittels Zuweisungsentscheidung in welchen Landkreis der Asylbewerber zugewiesen wird. Der Ausländer ist dann verpflichtet, in der im Zuweisungsbescheid genannten Unterkunft seinen Wohnsitz zu nehmen.

Wohnsitzauflage

Mit der Zuweisung mittels Zuweisungsentscheidung wird ein Asylbewerber in den Landkreis verteilt. Dort wird er i.d.R. zunächst in einer Gemeinschaftsunterkunft untergebracht.

Mit der sogenannten Wohnsitzauflage ist der Asylbewerber verpflichtet an dem in der Zuwendungsentscheidung genannten Ort seinen gewöhnlichen Aufenthalt zu nehmen. Der Asylbewerber ist somit in der Wahl seines Wohnortes nicht frei und an die Entscheidung der Behörde gebunden.

Umverteilung

Eine landesinterne oder länderübergreifende Umverteilung kann auf Antrag z.B. zum Zweck der Familienzusammenführung oder anderen humanitären Gründen erfolgen.

Ein Umverteilungsantrag ist grundlegend bei der zuständigen Ausländerbehörde zu stellen und Bedarf der Zustimmung durch die Zuzugsbehörde.

Ein Umverteilungsantrag ist nur zulässig solange das Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist.

Streichung der Wohnsitzauflage
 
Bei vollziehbar Ausreisepflichtigen kann eine Änderung der Wohnsitzauflage im Sinne des § 61 AufenthG beantragt werden, wenn beispielsweise der Lebensunterhalt gesichert ist oder vergleichbare humanitäre Gründe vorliegen.

Bei länderübergreifenden Umzügen ist die Zustimmung durch die Zuzugsbehörde erforderlich.

Beschäftigung/ Erwerbstätigkeit von Asylbewerbern und Geduldeten

Der Zugang zum Arbeitsmarkt für Asylbewerber und Geduldeten bedarf grundsätzlich der Zustimmung durch die Ausländerbehörde. Hierbei sind verschiedene Rechtsvorschriften zu beachten. Einen Überblick über die Beantragung einer Beschäftigungserlaubnis, Voraussetzungen für den Zugang zum Arbeitsmarkt und allgemeine Informationen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer erhalten Sie hier.

Für länger Geduldete, die Ihren Lebensunterhalt bereits dauerhaft durch Erwerbstätigkeit eigenständig sichern, besteht die Möglichkeit eine Beschäftigungsduldung zu beantragen.
Für welchen Personenkreis die Regelungen gelten, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und allgemeine Informationen für Arbeitgeber und Antragsteller erhalten Sie hier.

Berufsausbildung

Die Berufsausbildung ist ein wichtiges Element der Förderung qualifizierter Beschäftigung für Asylbewerber und Geduldete.

Jedoch bedarf die Aufnahme einer Berufsausbildung grundsätzlich der Erteilung einer Beschäftigungserlaubnis durch die Ausländerbehörde. Daher ist auch hier vor Beginn der Ausbildung ein Antrag bei der Ausländerbehörde zu stellen. Informationen zur Berufsausbildung für Asylbewerber und Geduldete erhalten Sie hier.

Geduldete Ausländer haben die Möglichkeit einen Antrag auf Erteilung einer Ausbildungsduldung zu stellen, sofern der Ausübung der Berufsausbildung vorab zugestimmt wurde. Informationen zur Ausbildungsduldung erhalten Sie hier.

Fragen zum Thema Beschäftigung und Ausbildung, sowie Ausbildungsduldung beantworten die Mitarbeiter der Ausländerbehörde ausführlich in einem persönlichen Gespräch.

Aufenthaltserlaubnis

Für geduldete Ausländer bestehen gesonderte Vorschriften die den Zugang zu einer Aufenthaltserlaubnis regeln.

Neben familiären Gründen, welche im Aufenthaltsgesetz geregelt sind, können abgelehnte Asylbewerber aus humanitären Gründen, z.B. aufgrund Ihrer besonderen langjährigen Integrationsleistung, eine Aufenthaltserlaubnis beantragen.

Informationen und allgemeine Voraussetzungen zur Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis erhalten Sie hier.