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Ukraine-Hilfe

Die Flaggen der Europäischen Union, der Ukraine und der Bundesrepublik Deutschland vor der Kreisverwaltung in Beeskow. © Mario Behnke Die Flaggen der Europäischen Union, der Ukraine und der Bundesrepublik Deutschland vor der Kreisverwaltung in Beeskow.

Angesichts des Angriffs der Russischen Föderation auf die souveräne Ukraine und das dadurch ausgelöste Fluchtgeschehen hat auch der Landkreis Oder-Spree seine umfangreiche Unterstützung für Hilfebedürftige zugesichert. In diesem Zusammenhang haben sich verschiedene Initiativen im gesamten Kreisgebiet formiert, die unter anderem Spenden sammeln und Transporte in Richtung der betroffenen Gebiete organisieren oder die hier Aufgenommenen begleiten und so ein Ankommen in unserem Landkreis ermöglichen.

Das Amt für Ausländerangelegenheiten und Integration hat eine Hotline für Bürgerinnen und Bürger eingerichtet. Wir sind für Sie montags bis donnerstags von 9:00 bis 16:00 Uhr, freitags von 9:00 bis 14:00 Uhr unter der Rufnummer 03366 35-2003 erreichbar.

Fragen und Antworten

Stand: 16. Juni 2022

Zugewanderte können insbesondere das Beratungsangebot der unterbringungsnahen Migrationssozialarbeit nutzen. Dieses besteht in Gemeinschaftsunterkünften, aber auch für Personen, die in Wohnungen leben beziehungsweise im Privatraum aufgenommen wurden.

Eine Beratung in Form sozialer Unterstützung kann insbesondere zu den folgenden Themen erfolgen:

  • Aufnahme- und Verwaltungsabläufe
  • Aufenthaltsrecht
  • soziale Sicherung (insbesondere Asylbewerberleistungsgesetz, Zweites Buch Sozialgesetzbuch)
  • Sprachkurs
  • Einmündung in den Arbeitsmarkt
  • Kinderbetreuung (insbesondere Unterstützung beim Zugang zu Kita und Schule)
  • Umgang mit persönlichen Konfliktsituationen
  • Gesundheit (insbesondere Umgang mit traumatischen Kriegserfahrungen)
  • Zugang zu Regeldiensten und -angeboten sowie zu themen- oder zielgruppenspezifischen Angeboten

Bei Bedarf erfolgt durch die unterbringungsnahe Migrationssozialarbeit eine Verweisberatung zu spezialisierten Diensten.

Nachfolgend finden Sie Ansprechpartner für die entsprechenden Einzugsbereiche.

Einzugsbereich: Odervorland, Scharmützelsee, Spreenhagen, Grünheide, Schöneiche bei Berlin, Woltersdorf, Städte Fürstenwalde/Spree und Erkner

  • Frau Moor

Einzugsbereich: Rietz-Neuendorf, Tauche, Storkow (Mark), Beeskow, Friedland

Einzugsbereich: Brieskow-Finkenheerd, Neuzelle, Schlaubetal, Eisenhüttenstadt

  • Frau Naumann

Stand: 12. Mai 2022

Geldspenden: Um jetzt möglichst effektiv helfen zu können, kommen momentan in erster Linie Geldspenden in Betracht. Der Landkreis Oder-Spree hat ein Spendenkonto eingerichtet, mit dem Ziel, den aus der Ukraine geflüchteten Menschen, die in unserem Landkreis ankommen, die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Mit den Geldern sollen der Zugang zu Freizeitangeboten und die bedarfsorientierte Bereitstellung von Sachmitteln unterstützt werden, die nicht durch öffentliche Mittel gedeckt werden.

Spendenkonto bei der Sparkasse Oder-Spree

  • Zahlungsempfänger: Landkreis Oder-Spree
  • IBAN: DE73 1705 5050 1101 9519 62
  • BIC: WELADED1LOS
  • Verwendungszweck: Spende Ukraine-Hilfe

Eine Auswahl weiterer Spendenmöglichkeiten finden Sie hier:

Sachspenden: Von Hilfsorganisationen, Vereinen und in privaten Initiativen werden auch Sachspenden gesammelt, um Menschen, die vor dem Krieg geflohen sind oder die vor Ort in der Ukraine Hilfe benötigen, mit dringend benötigten Gütern zu unterstützen. Das ist ein großer Akt der Solidarität. Es ist wichtig, dass solche Sammlungen und Transporte koordiniert erfolgen. Deshalb werden private Initiativen dringend gebeten, sich mit erfahrenen Hilfsorganisationen abzustimmen. Sachspenden haben gegenüber finanziellen Spenden aber den Nachteil, dass sie weniger flexibel eingesetzt werden können als Geld und auch mit Lager- und Transportkosten einhergehen.

Auszug aus den Informationen der Landesregierung Brandenburg

Stand: 12. Mai 2022

Zur Anmietung durch den Landkreis werden für einen längerfristigen Zeitraum zur Verfügung stehende Unterbringungsmöglichkeiten gesucht, die sich in Orten mit guten infrastrukturellen Voraussetzungen befinden. Darüber hinaus ist es wichtig, dass der angebotene Wohnraum im baurechtlichen Sinn als solcher nutzbar ist. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass für die Aufgenommenen ein abgetrennter Bereich zur Verfügung stehen sollte (keine gemeinschaftliche Nutzung von Küche, Bad und so weiter in Wohnungen und Wohnhäusern).

Wichtig für die Beurteilung des Angebotes sind konkrete Aussagen in Bezug auf:

  • Kontaktdaten zum Anbieter beziehungsweise Eigentümer (Name, Anschrift, Telefon, E-Mail) sowie gegebenenfalls Bestätigung des Eigentümers zur möglichen Untervermietung
  • Adresse des Unterbringungsobjektes
  • Art der Unterbringung (Wohnung, Ein- oder Mehrfamilienhaus und so weiter)
  • Zeitraum der Verfügbarkeit (frühestmögliche Zurverfügungstellung, Aussagen zur befristeten Nutzung)
  • Fläche
  • monatliche Kaltmiete je Quadratmeter, monatliche Betriebskosten je Quadratmeter, monatliche Heizkosten je Quadratmeter

Wohnraumangebote, die die benannten Informationen enthalten, können an integration@l os.de gesendet werden.

Stand: 12. Mai 2022

Neben der Option der Anmietung von Wohnraum durch den Landkreis besteht weiterhin die Möglichkeit der Direktvermietung an Geflüchtete bei Kostenübernahme durch den Landkreis. Hierzu muss das Angebot zunächst geprüft werden. Bitte übermitteln Sie die folgenden Informationen an integration@l-os.de (Personen im Bezug von Leistungen nach Asylbewerberleistungsgesetz) beziehungsweise an jobcenter@l-os.de (Personen im Bezug von Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch):

  • Adresse der Wohnung
  • Namen und Geburtsdaten aller voraussichtlichen Bewohner
  • Fläche der Wohnung
  • monatliche Kaltmiete, Betriebs- und Heizkosten

Wenn das Angebot als angemessen beurteilt wird, kann eine Zusicherung zur Übernahme der Kosten erfolgen.

Stand: 12. Mai 2022

Für die zahlreichen Personen, die in den letzten Wochen eigeninitiativ aus der Ukraine Vertriebene aufgenommen haben, besteht in der Regel kein entsprechendes mietvertragliches Verhältnis mit dem Landkreis. Zur Beteiligung an den bei der Privatunterbringung entstehenden Kosten hat die Kreisverwaltung die „Richtlinie zur Vergütung der Unterbringung von aus der Ukraine Vertriebenen“ verabschiedet. Auf dieser Grundlage können Anträge zur pauschalen Kostenübernahme mit Hilfe des zugehörigen Formulars gestellt werden.

Stand: 13. Mai 2022

Geflüchtete, die eine Unterkunft oder weitere Sozialleistungen benötigen und

  • neu im Landkreis Oder-Spree angekommen sind und beziehungsweise oder
  • noch keine Landes-Zuweisung in den Landkreis Oder-Spree haben,

wenden sich an die Zentrale Ausländerbehörde des Landes Brandenburg (ZABH). Diese befindet sich in der Poststraße 72 in Eisenhüttenstadt.

Hier wird die Erstversorgung sichergestellt. Von dort aus greift das reguläre Verteilverfahren in andere Bundesländer oder in die brandenburgischen Landkreise und kreisfreien Städte entsprechend der üblichen Verteilquoten.

Sofern eine Anschlussunterbringung im Landkreis Oder-Spree gewünscht ist, kann dies in der Zentralen Ausländerbehörde des Landes Brandenburggeäußert werden. Hierbei sind die vorhandenen kreislichen Unterbringungskapazitäten zu berücksichtigen.

Stand: 25. März 2022

Minderjährige Geflüchtete aus der Ukraine, die ohne ihre Sorgeberechtigten im Landkreis Oder-Spree untergebracht sind, müssen zwingend beim Jugendamt vorstellig werden. In einem solchen Fall nehmen Sie bitte Kontakt auf über jugendamt@l-os.de.

Stand: 13. Mai 2022

Aktuell ist für ukrainische Staatsangehörige mit biometrischem Pass ein visumfreier Aufenthalt im Bundesgebiet für bis zu 90 Tage möglich. Eine gesonderte Antragstellung bei der Ausländerbehörde muss nicht erfolgen. Für eine Verlängerung des 90-tägigen visumfreien Aufenthaltes ist jedoch eine Kontaktaufnahme über ukrainehilfe@l-os.de erforderlich.

Am 3. März 2022 wurde auf Ebene der Europäischen Union die sogenannte Schutzgewährungsrichtlinie durch einen Ratsbeschluss erlassen. Die Durchführung eines langwierigen Asylverfahrens ist aufgrund der beschlossenen Richtlinie nicht notwendig. Die Betroffenen haben aber weiterhin das Recht, einen Asylantrag zu stellen.

Der Beschluss der Richtlinie bedeutet eine abgestimmte Regelung und Verteilung der vom Krieg Betroffenen innerhalb der Europäischen Union. Damit ist ein erleichterter Schutzstatus der Vertriebenen ermöglicht. Auf Bundesebene wurde hierfür die Ukraine- Aufenthalts-Übergangsverordnung erlassen, die für die in der Schutzgewährungsrichtlinie benannte Personengruppe einen legalen Aufenthalt bis zum 31. August 2022 ohne weitere Bescheinigung der Ausländerbehörde ermöglicht.

Auf der Grundlage der Richtlinie können aus der Ukraine Vertriebene einen Aufenthaltstitel gemäß § 24 Aufenthaltsgesetz beantragen. Der Antrag kann mit Hilfe des Registrierungsbogens bei der Ausländerbehörde gestellt werden. Im Anschluss erfolgt eine Ladung des Antragstellers durch die Ausländerbehörde, je nach Sachstand zur Durchführung einer erforderlichen erkennungsdienstlichen Behandlung, zur Erteilung einer Fiktionsbescheinigung bzw. bei Erfüllung der Voraussetzungen zur Erteilung des beantragten Aufenthaltstitels.

Der Aufenthalt wird für zwei Jahre bis zum 4. März 2024 gewährt. Der Aufenthaltstitel berechtigt zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit. Darüber hinaus ist der Zugang ins Sozialleistungssystem gegeben.

Mit der Erteilung des Titels verbunden ist die Verpflichtung zur Wohnsitznahme im Landkreis Oder-Spree für die Dauer des erteilten Titels. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Änderung oder Aufhebung der Wohnsitzauflage möglich.

Bitte berücksichtigen Sie die aufgrund der Antragsfülle entstehenden Wartezeiten bei der Bearbeitung in der Ausländerbehörde.

Stand: 7. März 2022

Geflohene Ukrainerinnen und Ukrainer, die sich bereits im Landkreis Oder-Spree aufhalten, werden gebeten, sich unter ukrainehilfe@l-os.de zu melden und eine Kopie des Passes zusammen mit dem Datum der Einreise, der derzeitigen Adresse und Kontaktdaten (Telefonnummer, E-Mail-Adresse) einzureichen. Anschließend erfolgt eine zeitnahe Kontaktaufnahme.

Stand: 2. Mai 2022

Wenn Sie im Zeitraum bis zum 31. Mai 2022 Sozialleistungen, insbesondere finanzielle Unterstützung, eine Unterkunft oder Krankenversicherungsschutz benötigen, wenden Sie sich an das Amt für Ausländerangelegenheiten und Integration. Nutzen Sie hierfür die E-Mail-Adresse ukrainehilfe@l-os.de.

Sie werden zeitnah kontaktiert und zur Vorsprache in Beeskow in der Liebknechtstraße 13 eingeladen, um einen Antrag auf Leistungen nach Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) zu stellen.

Bitte bringen Sie zu diesem Termin das ausgefüllte Formular: Registrierungsbogen mit.

Stand: 11. Mai 2022

Hilfsbedürftige Geflüchtete aus der Ukraine sollen künftig auch Zugang zu Leistungen nach dem Zweiten und Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB II, SGB XII) erhalten.

Die dafür erforderlichen Gesetzesänderungen müssen jedoch erst noch geschaffen werden. Sie sollen voraussichtlich erst zum 1. Juni 2022 in Kraft treten.

Es ist jedoch möglich, bereits schon jetzt die entsprechenden Anträge zu stellen.

Anträge auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch sind beim Jobcenter einzureichen, Anträge auf Leistungen nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch beim Sozialamt.

Zu beachten ist hierbei das Folgende:

Antragsteller müssen

  • im Ausländerzentralregister registriert sein und
  • eine aufgrund der Registrierung ausgestellte Fiktionsbescheinigung oder einen Aufenthaltstitel nach § 24 Absatz 1 Aufenthaltsgesetz (AufenthG) vorlegen können.

Auch wenn der Leistungsantrag schon jetzt eingereicht wird, können Leistungen frühestens ab dem Inkrafttreten der angestrebten Gesetzesänderung gewährt werden.

Um die Auszahlung der Leistungen zu erleichtern und kostengünstig zu gestalten, sollte der Antragsteller über ein Konto bei einem Geldinstitut verfügen. Für dieses Konto muss die Verordnung (EU) Nummer 260/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. März 2012 zur Festlegung der technischen Vorschriften und der Geschäftsanforderungen für Überweisungen und Lastschriften in Euro und zur Änderung der Verordnung (EG) Nummer 924/2009 (Amtsblatt der Europäischen Union L 94 vom 30. März 2012, Seite 22) gelten. Anderenfalls können Kosten, die im Zusammenhang mit der Auszahlung der Leistungen entstehen, vom Leistungsbetrag abgezogen werden.

Desweiteren sollte sich der Antragsteller schnellstmöglich um eine Mitgliedschaft in einer deutschen Krankenkasse bemühen.

Antragsteller, die bereits Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) im Landkreis Oder-Spree bezogen haben, sind in der Regel schon über die BKK-VBU als eine deutsche Krankenkasse versichert. Mit Ende der Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz endet jedoch diese Versicherung. Sie müssen sich daher für den Bezug von Leistungen nach dem Zweiten oder Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB II, SGB XII) entscheiden, ob sie weiterhin bei der BKK-VBU versichert bleiben wollen oder bei einer anderen deutschen Krankenkasse Mitglied werden möchten und dies der betreffenden Krankenkasse ausdrücklich mitteilen.

Ukrainische Geflüchtete, die gegenwärtig noch Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz im Landkreis Oder-Spree erhalten oder erhalten haben, können für ihren Antrag auf Leistungen nach dem Zweiten oder Zwölften Buch Sozialgesetzbuch die nachfolgenden Formulare nutzen:

Stand: 24. März 2022

Im Rahmen der Registrierung im Amt für Ausländerangelegenheiten und Integration ist zunächst der Bedarf für eine Krankenversicherung anzuzeigen. Leistungsberechtigte mit Anspruch auf Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) erhalten nach ihrer Registrierung eine elektronische Gesundheitskarte (eGK).

Zur Sicherung der medizinischen Versorgung für den Zeitraum von der Anmeldung bis zur Aushändigung der elektronischen Gesundheitskarte wird den Leistungsberechtigten am Tag ihrer Anmeldung (Registrierung) zunächst eine vorläufige Betreuungsbescheinigung ausgestellt. Diese ist längstens 90 Tage gültig.

Sofern seitens der behandelnden medizinischen Einrichtung Rückfragen bestehen, wird um direkte Kontaktaufnahme mit der BKK VBU als zuständiger Krankenkasse gebeten. Die Ärzte rechnen über das sogenannte Ersatzverfahren direkt mit der BKK VBU ab. Für die Gesundheitsversorgung von Vertriebenen aus der Ukraine ist zunächst der Leistungsumfang der eGK-Rahmenvereinbarung (akute Schmerzbehandlung) maßgeblich. Mit Erteilung des Aufenthaltstitels nach § 24 Asylbewerberleistungsgesetz erweitert sich dann der Leistungsumfang. Hier sieht die Norm eine über den Leistungsumfang der §§ 4, 6 Absatz 1 Asylbewerberleistungsgesetz hinausgehende Versorgung von Personen vor, die besondere Bedürfnisse aufweisen. Vor Gewährung dieser erweiterten Leistungen muss jedoch eine Feststellung eines besonderen Bedarfs, zum Beispiel durch einen Arzt, unter Anwendung des zur Verfügung stehenden Beurteilungsspielraums erfolgen.

Ärzte, die vor der durchgeführten Registrierung eine dringend erforderliche medizinische Behandlung durchführen mussten, zeigen dies umgehend dem Amt für Ausländerangelegenheiten und Integration unter integration@l-os.de an. Sie erhalten dann eine vorläufige Betreuungsbescheinigung der BKK VBU, so dass der Arzt dann direkt mit der Krankenkasse seine Leistung abrechnen kann. Für die Ausstellung der vorläufigen Bescheinigung wird eine Kopie des ukrainischen Passes benötigt.

Stand: 28. April 2022

Im Landkreis Oder-Spree kann die angebotene Erstuntersuchung in den folgenden Krankenhäusern vorgenommen werden:

  • Bad Saarow- Helios Klinikum
  • Eisenhüttenstadt: Städtisches Krankenhaus
  • Frankfurt (Oder) Markendorf: Klinikum Frankfurt (Oder)
    • Termine können unter 0335 5481168 angefragt werden.
    • Es wird darum gebeten, nach telefonischer Terminvereinbarung eine E-Mail mit den Daten der zu Untersuchenden (Name, Vorname und Geburtsdatum) an erstuntersuchung@klinikumffo.de zu versenden.
  • Beeskow: Oder-Spree Krankenhaus

Weitere Untersuchungen in derImmanuel Klinik Rüdersdorf sollen zeitnah ermöglicht werden.

Bitte füllen Sie in Vorbereitung der Untersuchung den Anamnesebogen aus.

Die medizinische Erstuntersuchung umfasst eine Anamnese und eine körperliche Untersuchung, einschließlich Blutdruck- und Pulsmessung sowie eine Röntgenuntersuchung der Lunge (nur bei Personen ab 15 Jahren und nicht schwangere Frauen). Darüber hinaus wird dabei der allgemeine Impfstatus überprüft.

Stand: 25. April 2022

Um den Geflüchteten einen Zugang zu Bildung und eine Tagesstruktur zu ermöglichen, sind Kita- und Schulbesuch wichtige Meilensteine. Eine Anmeldung sollte nur erfolgen, wenn die jeweilige Familie eine längerfristige Perspektive für sich im Landkreis Oder-Spree sieht und nicht zeitnah einen anderen (vorübergehenden) Lebensmittelpunkt wählen möchte.

Kindertagesbetreuung in einer Kindertagesstätte oder Kindertagespflege

Grundsätzlich haben Eltern ein Wahlrecht, wohin Sie Ihr Kind bringen möchten. Dieses Wahlrecht kann zum Beispiel an Grenzen stoßen, wenn in der gewünschten Einrichtung oder bei der gewünschten Kindertagespflegeperson die entsprechenden Plätze nicht vorhanden sind. Wenden Sie sich mit Ihrer Anmeldung bitte direkt an die jeweilige Kindertagestätte oder Kindertagespflege bzw. den Träger der Kindertagestätte. Eine Übersicht der Kindertagestätten und Kindertagespflegestellen im Landkreis finden Sie auf den Seiten des Jugendamtes. Führt Ihre eigene Suche nach einem Platz zu keinem Erfolg, wenden Sie sich bitte an Ihre Wohnortkommune. Sollte Ihnen diese keinen Platz an Ihrem Wohnort bereitstellen können, steht Ihnen für eine weiterführende Beratung das Jugendamt des Landkreises Oder-Spree zur Verfügung. Ansprechpartner sind hier Frau Zunke (Kindertagesstätten, Telefon: 03366 35-2527) und Frau Warnack (Kindertagespflege, Telefon 03366 35-2522).

Bitte beachten Sie, dass jedes Kind vor Aufnahme in eine Kindertagesstätte ärztlich untersucht werden muss. Dies erfolgt durch eine Kinderarztpraxis. Für Kinder, die neu in die Kindertagesbetreuung oder Kindertagespflege aufgenommen werden sollen, müssen die Eltern für alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr die Masernimpfungen oder den medizinischen Nachweis der Masernimmunisierung oder einer Kontraindikation nachweisen.

Bitte denken Sie auch daran, dass genügend Zeit für die Eingewöhnung des Kindes bleibt. Eine behutsame und von den Eltern begleitete Eingewöhnung ist die Voraussetzung dafür, dass es dem Kind in der Kindertageseinrichtung gut geht. Für den Besuch einer Kindertageseinrichtung besteht bei Personen, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz empfangen, Beitragsfreiheit. Zudem können Leistungen für Bildung und Teilhabe beim Amt für Ausländerangelegenheiten und Integration beantragt werden. Hierdurch ist beispielsweise eine Bezuschussung der Kosten für die Essensversorgung möglich.

Weitere Informationen des Jugendamtes finden Sie auf den Seiten des Jugendamtes bzw. des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg.

Eltern-Kind-Gruppen

Eltern-Kind-Gruppen sind Begegnungs- und Bildungsangebote für Eltern und ihre Kinder. Hier gibt es die Möglichkeit zu Kontakt und Austausch, aber auch zu eigenem Engagement, gibt es Tipps und Hilfe in Erziehungsfragen sowie bei kleinen und großen Alltagsproblemen. Eltern-Kind-Gruppen werden von einer Fachkraft begleitet und sind ein Angebot für Eltern, die ihre Kinder nicht in die Kindertagesstätte oder Kindertagespflege bringen und sich hier Unterstützung, Entlastung und Anregung für die Erziehung holen oder mit anderen Familien zusammenkommen wollen. Erkundigen Sie sich direkt bei Ihrer Wohnortgemeinde oder dem Jugendamt Landkreis Oder-Spree (Frau Zunke, Telefon: 03366 35-2527) danach, ob sich eine Eltern-Kind-Gruppe in Ihrer Nähe befindet.

Schulbesuch

Geflüchtete Kinder und Jugendliche, die sich im Rahmen der 90-tägigen Geltungsdauer eines sogenannten Touristenvisums hier aufhalten, unterliegen nicht der Schulpflicht. Ein freiwilliger Besuch einer Schule ist in diesem Fall jedoch nicht ausgeschlossen.

Mit Asylantragstellung bzw. mit dem Wirksamwerden einer Aufenthaltserlaubnis nach § 24 Aufenthaltsgesetz besteht eine grundsätzliche Schulpflicht. Der pflichtige Besuch einer Schule ist für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren vorgesehen. Die bestehende Schulpflicht ruht zunächst für die ersten sechs Wochen nach Zuweisung in den bzw. Unterbringung im Landkreis Oder-Spree.

Vor dem Besuch der Schule wird eine medizinische Erstuntersuchung der künftigen Schülerinnen und Schüler durchgeführt. Ansprechpartner für die Durchführung dieser Untersuchung sind unter der Frage: Wo werden die medizinischen Erstuntersuchungen durchgeführt? gelistet.

Bei Kindern, die in die erste Jahrgangsstufe einmünden werden, erfolgt unabhängig von der Durchführung der Erstuntersuchung eine Schuleingangsuntersuchung. Die Schuleingangsuntersuchung wird durch das Gesundheitsamt des Landkreises durchgeführt. Terminvereinbarungen sind unter den folgenden Kontaktdaten möglich:

  • Raum Fürstenwalde, Erkner und Umgebung: Frau Brünn: 03366 35-2247
  • Raum Eisenhüttenstadt, Beeskow und Umgebung: Frau Anders: 03366 35-2248.

Alle anderen Kinder und Jugendlichen, die nicht in die erste Jahrgangsstufe einmünden und noch keine Schule in öffentlicher oder freier Trägerschaft in Deutschland besucht haben, werden ebenfalls beim Gesundheitsamt für die sogenannte Quereinsteigeruntersuchung vorstellig. Diese Quereinsteigeruntersuchung kann zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden und ist aktuell keine Zugangsvoraussetzung für den Schuleintritt.

Zum Untersuchungstermin beim Gesundheitsamt sind wenn möglich die folgenden Unterlagen mitzubringen:

  • Impfdokumente
  • Unterlagen, aus denen die Absicht zum längerfristigen Verbleib im Landkreis Oder-Spree hervorgeht (beispielsweise ausgefüllter Registrierungsbogen in Kopie, Meldebescheinigung und so weiter)

Zur Ermöglichung der Beschulung ist weiterhin die Anmeldung bei der gewünschten Schule erforderlich. Die Schulleitung entscheidet aufgrund der jeweiligen Kapazitäten vor Ort über die Aufnahme und nimmt bei Bedarf Kontakt zum Staatlichen Schulamt Frankfurt (Oder) auf, um ein alternatives Beschulungsangebot unterbreiten zu können. In der Regel werden die Kinder und Jugendlichen in einer Klasse der ihrem Alter und ihrer Vorbildung entsprechenden Jahrgangsstufe aufgenommen. Im Rahmen des Gesprächs der Schulleitung mit der Schülerin bzw. dem Schüler und den Eltern werden auch eventuell bestehende Unterstützungsbedarfe, beispielsweise in sprachlicher Hinsicht, besprochen.

Mit dem Schuleintritt besteht für die Geflüchteten die Möglichkeit, die für fremdsprachige Schülerinnen und Schüler vorgesehenen bzw. bestehenden Fördermaßnahmen zu besuchen. Diese werden entsprechend des Bedarfs sowie im Rahmen der personellen, schulorganisatorischen und sächlichen Voraussetzungen in Bezug auf die einzelne Schule angepasst bzw. eingerichtet.

Stand: 24. März 2022

Zum Erlernen der deutschen Sprache in einem Sprachkurs gibt es im Landkreis Oder-Spree vielfältige Möglichkeiten. Sie werden bei den folgenden Trägern zum für Sie passenden Angebot, zum Zugang sowie zu Möglichkeiten der Kostenübernahme beraten:

  • Fürstenwalder Aus- und Weiterbildungs-zentrum gGmbH
    • Trebuser Straße 55, 15517 Fürstenwalde/Spree
    • Frau Kluge, Telefon: 03361 760170, E-Mail: b.kluge@v.fawz.de
  • TÜV NORD Bildung gGmbH
    • Julius-Pintsch-Ring 17, 15517 Fürstenwalde/Spree
    • Frau Steller, Telefon: 03361 374090, E-Mail: ansteller@tuev-nord.de
  • Volkshochschule Oder-Spree
    • Frankfurter Straße 70, 15517 Fürstenwalde/Spree
    • Frau Klaust, Telefon: 03361 747640, E-Mail: fuerstenwalde@vhs-los-de
  • Hiller Bildung & Beratung GmbH
  • QualifizierungsCENTRUM der Wirtschaft GmbH Eisenhüttenstadt
    • Straße 16 Nummer 1, 15890 Eisenhüttenstadt
    • Frau Päthe, Telefon: 03364 375271, E-Mail: michaela.paethe@qcw.de

Stand: 21. April 2022

Die Jobzentrale des Landkreises Oder-Spree bietet Ihnen die Stellenrecherche in ukrainischer Sprache, um schnell und unkompliziert einen Arbeitsplatz in Ihrer Region zu finden.

Zum Einstieg in den Arbeitsmarkt berät die Bundesagentur für Arbeit:

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage der Bundesagentur für Arbeit.

Stand: 25. April 2022

Die Ukraine ist in Bezug auf die Tollwut ein nicht gelistetes Drittland. Demnach sind bei der Einreise von Heimtieren die Bedingungen für die Einreise aus einem nicht-gelisteten Drittland zu erfüllen (Kennzeichnung, EU-Heimtierausweis, gültige Tollwut-Impfung, entsprechender Gesundheitsstatus).

Aufgrund der aktuellen Konfliktsituation in der Ukraine gilt ein vereinfachtes Einreiseverfahren für die Einreise von Heimtieren (zu anderen als Handelszwecken, das heißt maximal fünf Heimtiere pro Person). Demnach können Tierhalter mit ihren Heimtieren bis auf Weiteres aus der Ukraine einreisen, ohne vorab eine Genehmigung gemäß Artikel 32 Absatz 1 Buchstabe a der Verordnung (EU) 576/2013 beantragen zu müssen.

Folgende Voraussetzungen sind zu erfüllen:

  • Vorstellung bei einem Tierarzt (siehe Liste der Tierärzte im Landkreis Oder-Spree)
  • Prüfung der Dokumente und des Gesundheitszustandes durch den Tierarzt
  • Feststellung des Impfstatus, gegebenenfalls Impfung (wichtig: Tollwut-Impfung)
  • gegebenenfalls Kennzeichnung und/oder Mikrochipping
  • gegebenenfalls Ausstellen eines EU-Heimtierausweises
  • Isolation und/oder Quarantäne bis zur tierärztlichen Feststellung des vollständigen Tollwut-Impfschutzes

Bitte beachten Sie, dass die Hausordnungen der jeweiligen Unterkünfte in der Regel keine Aufnahme von Tieren in den Flüchtlingsunterkünften des Landkreises zulassen. Zur (vorübergehenden) Unterbringung sollte durch den Tierhalter Kontakt zu einem Tierheim aufgenommen werden. Im Landkreis Oder-Spree können Sie sich an die folgenden Heime wenden:

  • Tierheim am See
  • Tierpension Eisenhüttenstadt
    • Oderlandstraße 3, 15890 Eisenhüttenstadt
    • Telefon: 03364 283442
  • Tierheim Fürstenwalde
  • Pro Animale für Tiere Not e.V.

Personen und Tierhalter, die mit Tieren aus der Ukraine Kontakt haben, werden gebeten, besonders auf Hygienemaßnahmen zu achten, um die Gefahr der Tollwutübertragung möglichst gering zu halten.

Rückfragen können an das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt gerichtet werden. Ansprechpartnerin ist Frau Karras (Telefon 03366 35-1936, E-Mail: susanne.karras@l-os.de).

Liste der Tierärzte im Landkreis Oder-Spree
  • Beeskow
    • DVM Karsten Beierlein, Am Lübbener Bahnhof 3 a, 15848 Beeskow
    • Dr. Marion German, Bahnhofstraße 13, 15848 Beeskow
  • Briesen (Mark)
    • Dr. Ingolf Storz, Beeskower Straße 18 b, 15518 Briesen (Mark)
  • Eisenhüttenstadt
    • DVM Karsten Beierlein, Chopinring 25 a, 15890 Eisenhüttenstadt
    • Roman Kahlisch, Neue Brückenstraße 2, 15890 Eisenhüttenstadt (Fürstenberg)
    • Dr. Barbara Schulze, Poststraße 38, 15890 Eisenhüttenstadt
  • Erkner
    • Dr. Jörg Bonin, Berliner Straße 2, 15537 Erkner
    • Kristin Pfitzner, Försterweg 13, 15537 Erkner
    • Dr. Rolf Röschke, Friedrichstraße 53 a, 15537 Erkner
  • Fürstenwalde/Spree
    • DVM Holger Einhorn, Altstädter Platz 4, 15517 Fürstenwalde/Spree
    • Sylvia Gaber, Ernst-Thälmann-Straße 55 a, 15517 Fürstenwalde/Spree
    • Dr. Matzke, Rauener Kirchweg 26, 15517 Fürstenwalde/Spree
  • Gosen-Neu Zittau
    • Dr. Mark Korfmann, Uferplatz 5, 15537 Gosen-Neu Zittau Ortsteil Gosen
  • Grünheide
    • Dr. Ariane Valentin, Am Marktplatz 7, 15537 Grünheide (Mark)
  • Jacobsdorf
    • DVM Michael Bredow, Alte Frankfurter Straße 7, 15236 Jacobsdorf Ortsteil Sieversdorf
    • Dr. Stefanie Gasche, Bahnhofstraße 9, 15236 Jacobsdorf
  • Müllrose
    • Markus Schubert, Kirchstraße 13, 15299 Müllrose
  • Neuzelle
    • Dr. Mariana Göritz-Kamisch, Streichwitzer Weg 3, 15898 Neuzelle Ortsteil Steinsdorf
  • Rietz-Neuendorf
    • Dr. Jürgen Fischer, Bornower Straße 7, 15848 Rietz-Neuendorf Ortsteil Birkholz
    • Sylvi Minkwitz-Schulze, Görziger Straße 67, 15848 Rietz-Neuendorf Ortsteil Görzig
  • Schöneiche
    • Sebastian Fritz, Am Rosengarten 48, 15566 Schöneiche
    • Susanne Glodde, Heuweg 78, 15566 Schöneiche
    • Dr. Heike Wedell, Heinz-Oberfeld-Straße 3, 15566 Schöneiche
  • Spreenhagen
    • Susanne Benter, Hauptstraße 52, 15528 Spreenhagen
    • Hasan Tatari, Markgrafenstraße 22 a, 15528 Spreenhagen Ortsteil Markgrafpieske
  • Steinhöfel
    • Dr. Klaus-Peter Lechelt, Tempelberger Weg 1, 15518 Steinhöfel Ortsteil Heinersdorf
  • Storkow
    • Maike Becker, Rudolf-Breitscheid-Straße 70, 15859 Storkow
    • Dr. Sonja Spankowsky, Groß Schauener Straße 2, 15859 Storkow
  • Tauche
    • Dr. Christine Drendel, Lindenberger Dorfstraße 2, 15848 Tauche Ortsteil Lindenberg
  • Woltersdorf
    • Dr. Annette Grüßel, Baltzerstr. 1, 15569 Woltersdorf

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