06.08.2018

Weitere Kontrolle der ausgewiesenen Badestellen im Landkreis

An der Spree-Badestelle Unsal in Hangelsberg entspricht die mikrobiologische Gewässerqualität wieder den Anforderungen der Badegewässerverordnung des Landes Brandenburg. Das hat eine Nachkontrolle des Gesundheitsamtes der Kreisverwaltung Oder-Spree ergeben, deren Ergebnis seit heute (6. August 2018) vorliegt. Bei der Kontrolle der Badestellen in Oder-Spree war Ende Juli zunächst eine geringfügige Überschreitung der Parameter festgestellt worden. (Aktualisierung vom 6. August 2018)


Medieninformation vom 3. August 2018

Die mikrobiologische Gewässerqualität an den ausgewiesenen Badestellen im Landkreis Oder-Spree entsprach bei der turnusmäßigen Kontrolle durch das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Oder-Spree Ende Juli bis auf eine Ausnahme den Anforderungen der Badegewässerverordnung des Landes Brandenburg. Eine geringfügige Überschreitung der Parameter wurde an der Spree-Badestelle Unsal in Hangelsberg festgestellt und eine Nachkontrolle veranlasst. Das Laborergebnis der zusätzlichen Probe wird am Montag (6. August 2018) erwartet. Das Gesundheitsamt geht davon aus, dass der an der Badestelle beobachtete hohe Entenbesatz Ursache für die Abweichung war.

Hinweise auf vermehrtes Algenwachstum

Die von hohen Temperaturen und hoher Lichtintensität geprägten extremen Wetterbedingungen, Wassertemperaturen der Gewässer bis zu 27,7 °C und ein Überangebot an Nährstoffen stellen zusammen optimale  Wachstumsbedingungen für Algen dar. An allen Badestellen gab es daher bei den Kontrollen Hinweise auf ein vermehrtes Algenwachstum wie Blasenbildung des Wassers und Trübungen der Sicht. 

Blaualgen (Cyanobakterien) wurden nur an der Badestelle am Großen Treppelsee festgestellt. An der Badestelle war das Wasser intensiv blau-grün gefärbt, die Sichttiefe betrug  30 Zentimeter. Vorsorglich sollte an dieser Badestelle auf das Baden verzichtet werden. Das Gesundheitsamt hat an der Badestelle einen entsprechenden Warnhinweis angebracht.

Verhaltensregeln beim Auftreten von Blaualgen

Die meisten Blaualgenarten sind für den Menschen  harmlos und führen durch ihren Zerfall lediglich zu einem unangenehmen Geruch. Einige Cyanobakterien bilden allerdings auch eine Reihe von Giften (Toxine), die bei bestimmten Konzentrationen Einfluss auf die Gesundheit des Menschen und warmblütiger Tiere haben können. Blaualgen-Massenansammlungen sind wind- und witterungsabhängig. Sie können sich sehr schnell auch im Badestellenbereich ansammeln, werden zusammengeschoben oder schwemmen auf und können deshalb nicht immer im Rahmen der routinemäßigen Überwachung durch das Gesundheitsamt festgestellt werden.

Folgende Verhaltensregeln sollten vorsorglich beim Auftreten von Blaualgen beachtet werden: Verzichten Sie auf das Baden, wenn Sie bis zu den Knien im Wasser stehen und Ihre Füße nicht mehr sehen. Unterlassen Sie den Aufenthalt in Bereichen mit sichtbaren grünen oder blaugrünen Schlieren oder Teppichen. Besonders Kinder sind durch ihr Spielverhalten gefährdet. Lassen Sie Kinder nicht im Uferbereich oder im Wasser mit Verdacht auf Blaualgen spielen. Achten Sie auf die Informations- oder Warntafeln vor Ort an der Badestelle. Falls Sie dennoch baden, duschen Sie sich nach dem Baden ab und wechseln Sie die Badebekleidung.

Medieninformation Landkreis Oder-Spree

Badegewäser 30.07.2018 (PDF, 201 kB)