26.10.2016

Chance auf Neustart nach langer Arbeitslosigkeit

Die Tatsache, dass im Landkreis Oder-Spree im September 590 Erwerbsfähige weniger von Leistungen des kommunalen Jobcenters abhängig waren als noch im Januar 2016, hat viele Erfolgsfaktoren. Einer ist die gelingende Umsetzung des ESF-Bundesprogramms zur Eingliederung Langzeitarbeitsloser in den allgemeinen Arbeitsmarkt durch das kommunale Jobcenter. Mit 69 Vermittlungen seit Programmstart im Mai des Vorjahres steht das kommunale Jobcenter Oder-Spree im Land Brandenburg an der Spitze bei der Anwendung dieses Förderinstrumentes.

Betreuung wird nach der Vermittlung fortgesetzt

„Wir sind sehr froh über diese zusätzliche Möglichkeit, Frauen und Männern, die schon über Jahre von Sozialleistungen abhängig sind, den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen“, sagt Angelika Zarling, Leiterin des kommunalen Jobcenters Oder-Spree. Ziel ist die Schaffung 80 neuer sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse. Diese Stellen werden 24 Monate oder bei einer Intensivförderung sogar 36 Monate lang gefördert. Nach Einschätzung von Marika Pilz, Teamleiterin Arbeitgeberservice und im kommunalen Jobcenter für das Bundesprogramm zuständig, ist nicht der lange Zeitraum, in dem eine Eingliederungsförderung gezahlt wird, ausschlaggebend für die gute Akzeptanz der Maßnahme: „Durch die gezielte Ansprache von Arbeitgebern, den Ausgleich von Qualifizierungsdefiziten und die intensive Betreuung der neuen Arbeitnehmer auch nach der Vermittlung schaffen wir gute Voraussetzungen für langfristig stabile Beschäftigungsverhältnisse.“

Einstieg in neues Programm bis 30. April möglich

Zur Umsetzung des Programms hat sich das kommunale Jobcenter Oder-Spree nach dem vorgegebenen Betreuungsschlüssel an den Standorten Fürstenwalde und Eisenhüttenstadt mit zwei Betriebsakquisiteuren und zwei Coaches verstärkt. Der jeweilige Coach trifft sich in den ersten sechs Monaten nach der Arbeitsaufnahme wöchentlich mit den Rückkehrern ins Arbeitsleben und hilft dabei, Konflikte frühzeitig auszuräumen. Das gelingt in der Regel gut. Von 69 im Rahmen des Programms geschaffen Beschäftigungsverhältnissen haben 59 bis heute Bestand. „Das ist ein sehr ordentlicher Wert, denn die Frauen und Männer, die über dieses Programm ins Arbeitsleben zurückkehren, waren viele Jahre von Erwerbstätigkeit ausgeschlossen und verfügen meist nur über Berufsabschlüsse, die heutigen Anforderungen nicht genügen“, erläutert Marika Pilz. Noch bis zum 30. April kommenden Jahres ist der Einstieg in das Programm möglich für das in den fünf Jahren seiner Laufzeit insgesamt über 2,8 Millionen Euro aufgewendet werden.

Medieninformation Landkreis Oder-Spree