Ankommen und bleiben wollen: Rückkehrinitiativen tauschen sich über neue Wege aus, Zuzug zu fördern
© Karolin Ring
Luden zum Fachtag nach Eisenhüttenstadt ein: Mandy Wüstenhagen (Stadt Eisenhüttenstadt), Julia Basan (Stadt Eisenhüttenstadt) und Sandra Jakobitz (Landkreis Oder-Spree)
- Wie kann man Menschen begeistern, wieder in ihre Heimat zurückzukommen?
- Welche Unterstützung brauchen Rückkehrerinnen und Rückkehrer?
- Wie kann Social Media dabei helfen, Menschen wieder für die Region zu begeistern?
Um sich über diese und weitere Fragen auszutauschen und innovative Antworten zu finden, lud das Netzwerk „Ankommen in Brandenburg“ am Dienstag zum großen Fachtag nach Eisenhüttenstadt. Die Veranstaltung selbst stand unter dem Motto „Künstliche Intelligenz und Social Media: Möglichkeiten, Risiken und Potenziale zur täglichen Anwendung“.
Staatssekretärin Dr. Friederike Haase eröffnet die Tagung mit einem Grußwort: „Solche Veranstaltungen wie heute sind wichtig, denn einerseits machen sie deutlich, wie viel bei diesem Thema schon in Brandenburg passiert. Und andererseits macht es einfach viel Freude zu sehen, wie Rückkehrer und Herzugswillige dabei unterstützt werden, in Brandenburg anzukommen.“
Auch Michael Buhrke, Dezernent für Innenverwaltung, Bauen und Kreisentwicklung betonte, wie wichtig es sei, auf die Region aufmerksam zu machen: „Wir leben und arbeiten hier, wo andere Urlaub machen. Auch industriell sind wir gut aufgestellt, haben Arbeitsplätze und suchen Fachkräfte. Es kommt jetzt darauf an, dass wir uns und unsere hervorragenden Rahmenbedingungen gut verkaufen. Deshalb sind die Rückkehrinitiativen von enormer Bedeutung.“
In einer Podiumsdiskussion berichteten Julia Basan, Projektkoordinatorin der Eisenhüttenstädter Initiative „Jetzt-Pläne-schmieden.de“, Kai Grabwoski vom Netzwerk „Ankommen in Brandenburg“ und Sandra Jakobitz, Koordinatoren der Rückkehrinitiative des Landkreises Oder-Spree von ihrer täglichen Arbeit und ihren Plänen. Sandra Jakobitz: „Unser nächstes Projekt ist ein Rückkehrer-Paket, gepackt mit schönen Dingen aus der Region, das wir über Hiergebliebene verschicken lassen.“
In anschließenden Vorträgen mit Expertinnen und Experten wurde beleuchtet, wie digitale Technologien, wie Social Media und Künstliche Intelligenz gezielt genutzt werden können, um Menschen für die Rückkehr in ihre Heimat zu begeistern oder neuen Zuzug in die Regionen zu fördern.
Zum Hintergrund: Das Netzwerk „Ankommen in Brandenburg“ koordiniert und unterstützt die landesweit knapp 22 regionalen Zuzugs- und Rückkehrinitiativen bei ihrer täglichen inhaltlichen Arbeit sowie der Öffentlichkeitsarbeit – und hält den Draht zur Staatskanzlei, die die Initiativen derzeit mit rund 170.000 Euro im Jahr fördert.
Für den Landkreis Oder-Spree ist Sandra Jakobitz die Verantwortliche der neu gegründeten Willkommens- und Rückkehrinitiative. Jeder, der über einen Wohnortwechsel in den Landkreis Oder-Spree nachdenkt, ist herzlich eingeladen, sich bei Sandra Jakobitz telefonisch unter 03366 35-1613 oder per E-Mail unter sandra.jakobitz@l-os.de zu melden. „Gern können sich auch ‚Hiergebliebene‘ an mich wenden, die ihre Familie, Freunde und Bekannte gern wieder hier hätten", betont Sandra Jakobitz. „Ich unterstütze bei allen Themen.“
Datum: 15. November 2024