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Gesundheitsförderung, Prävention

Gesundheitsförderung bezeichnet Maßnahmen und Strategien, mit denen die Stärkung der Gesundheitsressourcen und Gesundheitspotenziale der Menschen erreicht werden sollen.

Präventionsmaßnahmen werden im organisierten Gesundheitssystem durchgeführt, sie werden auch als Gesundheitsvorsorge bezeichnet. Beispiele solcher Vorsorgeuntersuchungen, die zu Lasten der Krankenkasse gehen, sind u. a. die sogenannten U-Untersuchungen für Kinder, allgemeine und spezielle Vorsorgeuntersuchung beim Hausarzt (Check-Ups), Krebsfrüherkennungsuntersuchungen sowie das Impfen gegen diverse Infektionskrankheiten

Im Unterschied zur Prävention befasst sich die Gesundheitsförderung nicht mit konkreten Krankheitsrisiken, sondern mit den allgemeinen Voraussetzungen für die Erhaltung der Gesundheit

Gesundheitsförderung findet demnach in den verschiedenen Lebenswelten statt. Das sind Orte oder Gruppen, in denen sich der Alltag von Menschen abspielt und die Einfluss auf ihre Gesundheit haben. Zu nennen wären hier beispielsweise Familie, Kita, Schule, Arbeitsplatz, Freizeiteinrichtungen, Wohn- und Lebensumfeld und weitere.

Gesundheitsförderung ist (in der Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung 1986) definiert als Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie dadurch zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen.

Die zentralen Ziele von Gesundheitsförderung und Prävention sind, Menschen gesund zu erhalten und vor Krankheiten zu schützen und die Gesundheit der Menschen insgesamt zu verbessern.

Prävention ist wichtig! Gerade die sogenannten Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus Typ 2 (Zuckerkrankheit) oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen (zum Beispiel Herzinfarkt) können in vielen Fällen durch einen gesundheitsbewussten Lebensstil vermieden, zumindest aber positiv beeinflusst werden.

Das Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz - PrävG, erlassen am 17. Juli 2015 im Bundesgesetzblatt 1 Seite 1368, als Artikelgesetz, mit den §§ 20, 20a-k des fünften Sozialgesetzbuches - gesetzliche Krankenversicherung) verbessert die Grundlagen für die Zusammenarbeit von Sozialversicherungsträger, Länder und Kommunen in den Bereichen Prävention und Gesundheitsförderung - für alle Altersgruppen und in vielen Lebensbereichen. Mit dem Gesetz wurden außerdem die Früherkennungsuntersuchungen in allen Altersstufen weiterentwickelt und wichtige Maßnahmen zum Impfschutz geregelt.