Nahverkehrsplan und Mobilitätskonzepte
Gemeinsam die Mobilität von morgen gestalten
Wie wollen wir uns im Landkreis Oder-Spree künftig fortbewegen? Wie muss der öffentliche Personennahverkehr gestaltet sein, damit er für jeden zuverlässig und möglichst attraktiv ist?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Nahverkehrsplan des Landkreises Oder-Spree. Er legt die grundlegenden Rahmenbedingungen dafür fest, wie der kommunale öffentliche Personennahverkehr in den kommenden Jahren entwickelt und gestaltet werden soll.
Der Kreistag des Landkreises Oder-Spree hat die Neuaufstellung des Nahverkehrsplans für den Planungszeitraum 2026 bis 2030 in seiner Sitzung am 7. Oktober 2026 beschlossen. Damit werden wichtige Weichen für die Mobilität der Zukunft gestellt.
Der Nahverkehrsplan ist das zentrale Planungsinstrument für den straßengebundenen öffentlichen Personennahverkehr im Landkreis. Er beschreibt, welche Qualität und welches Angebot der öffentliche Nahverkehr künftig bieten soll und bildet damit die Grundlage für seine Gestaltung, Steuerung und Finanzierung.
Die Neuaufstellung bietet die Chance, den Nahverkehr im Landkreis zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Dabei geht es nicht allein um die Frage, wo künftig Busse fahren. Im Mittelpunkt steht ein modernes und vernetztes Mobilitätssystem, das unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigt und auch für die Herausforderungen der kommenden Jahre gerüstet ist. Um den öffentlichen Nahverkehr noch attraktiver zu machen, werden neben klassischen Angebotsverbesserungen auch neue Mobilitätsangebote betrachtet. Dazu gehören unter anderem:
- On-Demand-Verkehre, die Fahrgäste flexibel und bedarfsgerecht ans Ziel bringen,
- Einsatz autonomer Systeme als mögliche Zukunftsperspektive,
- Seilbahnen als alternative Form mit einer exklusiven Trassenführung sowie
- der verstärkte Einsatz alternativ angetriebener Fahrzeuge um den öffentlichen Nahverkehr Schritt für Schritt klimafreundlicher zu gestalten und das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 zu unterstützen.
Ein zukunftsfähiges Mobilitätssystem kann nur entstehen, wenn die Nutzerinnen und Nutzer ihre Erfahrungen und Wünsche einbringen können. Deshalb wurden im Rahmen der Neuaufstellung Bürgerinnen und Bürger sowie weitere Partner aktiv beteiligt.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Perspektiven von Kindern und Jugendlichen. Mit dem monatlichen Kommunikationsformat „MOVE – Dein ÖPNV, Deine Stimme“ haben die Jüngsten die Möglichkeit, ihre Vorstellungen und Bedürfnisse einzubringen und damit die Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs aktiv mitzugestalten. Auch für weitere Zielgruppen sollen künftig geeignete Beteiligungsformate geschaffen werden. Denn gute Mobilität beginnt mit dem Zuhören.