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Ausbildertreffen Südbrandenburg

Neue Herausforderungen in der Praxis - Zwischen Motivation und neuen Ansprüchen bei der Verwaltungsausbildung

Ausbilderarbeitskreis-2026 © Mareike Scobel (NLSI) Am vergangenen Donnerstag trafen sich die Ausbildungsverantwortlichen der südbrandenburgischen Kommunalverwaltungen im Kreistagssaal des Landratsamtes Dahme-Spreewald in Lübben, um sich über aktuelle Entwicklungen in der Berufsausbildung zum Verwaltungsfachangestellten auszutauschen.

Lübben. Wie lassen sich Auszubildende im öffentlichen Dienst motivieren und welchen Herausforderungen müssen sich Lehrkräfte und Ausbilder stellen? Diese und andere Fragen standen im Mittelpunkt des jüngsten Ausbildertreffens, zu dem das Niederlausitzer Studieninstitut für kommunale Verwaltung (NLSI) am vergangenen Donnerstag (15.) eingeladen hatte. Im Kreistagssaal des Landkreises Dahme-Spreewald in Lübben kamen die Ausbildungsverantwortlichen der südbrandenburgischen Kommunalverwaltungen zusammen. Das Treffen findet traditionell wenige Wochen nach der Zeugnisübergabe statt, um über die Ergebnisse der zurückliegenden Prüfungen diskutieren zu können.

Neben technologischen und organisatorischen Neuerungen beim Niederlausitzer Studieninstitut blickten die Teilnehmenden intensiv auf die Bilanz der diesjährigen Abschlussprüfungen. Die aktuellen Ergebnisse gaben den Impuls, verstärkt über das veränderte Lernverhalten sowie die Motivation der Auszubildenden zu diskutieren und Lösungsansätze zu finden. Ein Thema, das zunehmend in den Fokus rückt, sind die spürbar schwächer werdenden Basisqualifikationen der Jugendlichen. Insbesondere in den elementaren Bereichen Mathematik und Deutsch wird ein steigender Nachholbedarf registriert. Aber auch über die Ablenkungen durch die Nutzung von Smartphones wurde diskutiert. Der gemeinsame Blick auf ausgewählte Ergebnisse aktueller Studien belegte aber auch, dass es sich hierbei um flächendeckend auftretende Entwicklungen handelt und nicht nur die eigene Zielgruppe betroffen ist. Gleichzeitig wurde im Rahmen des gemeinsamen Austausch aber auch festgestellt, dass die Trends nicht für alle Azubis gelten, es also nach wie vor auch Leistungsträger unter den Azubis gibt, die alle Anforderungen erfüllen.

Hintergrund zum Ausbildungsberuf:
Der „Verwaltungsfachangestellte“ ist der traditionelle Ausbildungsberuf in der öffentlichen Verwaltung. Die Ausbildungszeit beträgt drei Jahre und wird – im Gegensatz zu anderen Berufsausbildungen – an drei Lernorten durchgeführt: In der Berufsschule, der ausbildenden Verwaltung und am Niederlausitzer Studieninstitut. Sie beinhaltet ein breites Feld an Ausbildungsinhalten, wozu vor allen Dingen Rechtsfächer unterschiedlichster Bereiche zählen. Die späteren Einsatzmöglichkeiten eines Verwaltungsfachangestellten sind vielfältig, kann er doch in allen Bereichen eingesetzt werden, in denen Sachbearbeiter für die Erledigung von Verwaltungsaufgaben benötigt werden. Interessierte finden weiterführende Informationen zum Berufsbild auf der Website des Instituts unter www.nlsi.de. Zudem informieren die Städte, Gemeinden, Ämter und Landkreise in Südbrandenburg auf ihren eigenen Internetportalen regelmäßig über aktuelle Ausbildungsplatzangebote und Bewerbungsfristen.

Info zum NLSI: Das NLSI ist ein kommunaler Zweckverband und wird von den kreisfreien Städten und den Landkreisen im Südosten von Brandenburg getragen. Es ist für die Aus- und Fortbildung des Verwaltungspersonals auf kommunaler Ebene zuständig.

Datum: 16. Oktober 2026