Feuerwehren aus Oder-Spree und Slubice üben den Hochwasser-Ernstfall
© Timo Kinzel
Unter der Aufsicht von Kreisbrandmeister Christian Weiß wurde das Befüllen von Sandsäcken geübt
Am Samstag fand am Feuerwehr- und Katastrophenschutz Technischen Zentrum (FKTZ) des Landkreises Oder-Spree in Fürstenwalde das dritte und letzte Modul einer Hochwasserschutz-Ausbildung statt. Teilnehmende Katastrophenschutzeinheiten aus den Landkreisen Oder-Spree und Słubice trainierten verschiedene Maßnahmen für den Fall eines Hochwasserszenarios. Zur Fachexpertise an diesem Tag trugen Kollegen des Landesamt für Umwelt des Landes Brandenburg bei.
„Mit den hier stattfindenden Übungen erhalten die Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden ihre praktische Aus- und Fortbildung zu Hochwasser-Multiplikatoren. Das sind Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit von Hochwasser beeinflussen. Hierzu sind sechs Stationen aufgebaut, an denen die Teilnehmenden ihr Können unter Beweis stellen müssen“, erklärte Jean-Christopher Blume, zuständiger Sachbearbeiter Katastrophenschutzplanung beim Landkreis Oder-Spree.
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Teilnehmende Katastrophenschutzeinheiten aus den Landkreisen Oder-Spree und Słubice trainierten verschiedene Maßnahmen für den Fall eines Hochwasserszenarios
So galt es für die 112 Teilnehmenden unter der Aufsicht von Kreisbrandmeister Christian Weiß zum Beispiel das Befüllen von Sandsäcken zu üben. An einer weiteren Station trainierten Kameradinnen und Kameraden das Errichten einer sogenannten Ringkade. „Diese Technik wird angewendet, wenn an einem Deich Wasser austritt. Hierzu wird an der Austrittsstelle ein halbkreisförmiger Sandsackkreis errichtet. Dieser staut dann das austretende Wasser solange auf, bis sich ein ausreichender Gegendruck aufbaut, der die Fließgeschwindigkeit des punktuellen Wasseraustrittes durch den Deich ausreichend vermindert, um den Austrag von Sedimenten aus dem Deich zu begrenzen“, so Blume.
Des Weiteren übten die Feuerwehrkräfte die Erhöhung eines bestehenden Hochwasserdeichs, das sogenannte Aufkaden, sowie den Einsatz von sogenannten Faschinen. „Das sind große Reisigbündel, die im Falle eines Wasseraustritts das Sediment eines Deichs zurückhalten“, erklärte Blume.
Die bereits im vergangenen Jahr geplante Durchführung der ersten beiden Module fanden nach dem September-Hochwasser an der Oder statt. Diese bestanden aus einer theoretischen Schulung und einer Begutachtung des Oder-Neiße-Damms von Coschen bis Brieskow-Finkenheerd.
Datum: 16. April 2025