Landkreis Oder-Spree fordert gezielte Investitionen in die Verkehrsanbindung der Region
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Rainer Schinkel, Wirtschaftsbeigeordnete Märkisch-Oderland, Robert Radzimanowski, Leiter Regionalpolitik bei der IHK Ostbrandenburg, Sascha Gehm, 1. Beigeordneter des Landkreises Oder-Spree und Wolfgang Rump, Leiter der Regionalen Planungsstelle Oderland-Spree fordern gemeinsam mehr Aufmerksamkeit und Geld für die Infrastruktur in Ostbrandenburg
Der Landkreis Oder-Spree macht gemeinsam mit der kreisfreien Stadt Frankfurt (Oder), dem Landkreis Märkisch-Oderland und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostbrandenburg deutlich: Die Region braucht jetzt spürbare Unterstützung durch den Bund, um die dringend notwendige Modernisierung ihrer Infrastruktur voranzutreiben.
Sascha Gehm, Erster Beigeordneter und Dezernent für Recht und Ordnung: „Die Bundesregierung hat deutlich mehr Geld für die Infrastruktur in Aussicht gestellt. Wir fordern nun: Dieses Geld muss auch in der Region Oderland-Spree ankommen." Besonders die Verkehrsadern, die Ost und West miteinander verbinden – etwa die Autobahn A12, die Bundesstraße B1 sowie die Bahnstrecke der Ostbahn – seien von strategischer Bedeutung, aber in Teilen überlastet oder veraltet. Hier bestehe dringender Handlungsbedarf, betont der Landkreis Oder-Spree.
Infrastruktur sei mehr als Beton und Schienen – sie sei die Lebensader für wirtschaftliche Entwicklung, Beschäftigung und Lebensqualität. Gehm verweist auf die zentrale Lage des Landkreises Oder-Spree innerhalb transeuropäischer Verkehrsnetze: „Diese Lage ist ein Vorteil, aber auch eine Belastung. Wir brauchen funktionierende Verkehrswege, damit der wirtschaftliche Aufschwung nicht ins Stocken gerät.“
Ein Blick auf die jüngsten Entwicklungen im Umfeld der Tesla-Gigafactory in Grünheide zeigt laut dem Landkreis, wie durch gezielte Maßnahmen Infrastrukturausbau gelingen kann: Die erweiterte Anbindung über die Landesstraße L38 sowie der neue Bahnhof Fangschleuse seien hier beispielhafte Erfolge. „Wir müssen diesen Schwung mitnehmen und in die gesamte Region übertragen“, so Gehm.
Doch der Landkreis sieht auch die Wasserwege in der Pflicht. Der Oder-Spree-Kanal, eine bedeutende Ost-West-Verbindung, könne eine nachhaltige Verkehrsverlagerung ermöglichen – vorausgesetzt, Engpässe wie die unzureichend ausgebaute Schleuse Fürstenwalde würden endlich beseitigt.
Die Forderung des Landkreises Oder-Spree richtet sich klar an Bund und Land: Planungsverfahren müssen beschleunigt, Fördermittel gezielter zugewiesen und die Infrastrukturprojekte auf die Bedürfnisse der Region abgestimmt werden. „Was wir brauchen, ist ein klares Signal der Wertschätzung für unsere Region – in Form konkreter Investitionen“, betont Sascha Gehm.
Gut zu wissen: Der Infrastrukturatlas Ostbrandenburg gibt einen Überblick über bestehende und geplante Vorhaben.
Datum: 21. Mai 2025