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Bundesverband der Verwaltungsschulen und Studieninstitute tagt in der Europäischen Doppelstadt Frankfurt (Oder) - Begrüßung durch Innenstaatssekretär Uwe Schüler und Oberbürgermeister Dr. Axel Strasser

Bundestagung © Madlen Werner (Stadtverwaltung Frankfurt Oder) Im historischen Rathaus der Stadt Frankfurt (Oder) empfing Oberbürgermeister Dr. Axel Strasser die Leiterinnen und Leiter der Verwaltungsschulen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Frankfurt (Oder). Am Montag (14.) startete im City Park Hotel in Frankfurt (Oder) die jährlich stattfindende Bundestagung der Verwaltungsschulen und Studieninstitute, zu der fast 40 Leiterinnen und Leiter deutscher Verwaltungsschulen aus dem gesamten Bundesgebiet angereist waren. Das dreitägige Treffen, bei dem jährlich aktuelle Fragen rund um die Aus- und Fortbildung im öffentlichen Dienst behandelt, bundesweit Erfahrungen ausgetauscht und gemeinsame Standards erarbeitet werden, findet bereits seit 1963 statt. Es fiel in über 60 Jahren nur zwei Mal aus. Ausrichter der Veranstaltung ist in jedem Jahr eine andere Verwaltungsschule, sodass die Tagung jedes Jahr an einem anderen Ort im Bundesgebiet stattfindet. Diesmal lud das Niederlausitzer Studieninstitut für kommunale Verwaltung, welches in den fünf südlichen Landkreisen in Brandenburg die Verwaltungsausbildung organisiert, zur Bundestagung ein. 

Begrüßt wurden die Mitglieder des Bundesverbandes der Verwaltungsschulen und Studieninstitute zunächst von Staatssekretär Uwe Schüler vom Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg. „Das Leitmotiv der Tagung – Transformation vernetzt: Lernen, Lehren und Verwalten über Grenzen hinweg – hätte besser nicht gewählt sein können. Brandenburg hat einen bemerkenswerten Wandel von einem zum anderen Staatssystem vollzogen. Zudem haben wir intensive Verbindungen zu unseren polnischen Nachbarn aufgebaut. Auf beides kann Brandenburg sehr stolz sein“, sagte Schüler. 

Anschließend hieß der Verbandsvorsteher des Niederlausitzer Studieninstituts für kommunale Verwaltung, Landrat Frank Steffen vom Landkreis Oder-Spree, die Anwesenden im Namen des Gastgebers willkommen. Dabei gab er auch einen kurzen Einblick in die noch recht junge Geschichte des Niederlausitzer Studieninstituts, welches direkt nach der Wende im Jahre 1991 gegründet worden war.

Von Seiten der Stadt Frankfurt (Oder) begrüßte Oberbürgermeister Dr. Axel Strasser die Tagungsteilnehmer, die zwecks Rathausführung einen Abstecher in das Gebäude der Stadtverwaltung machten. 

Zum Einstieg der Tagung richteten die anwesenden Vertreter der deutschen Verwaltungsschulen zunächst ihren Blick ins Nachbarland Polen. Zum Thema „Grundausbildung von Verwaltungsfachkräften in Polen“ referierte der stellvertretende Direktor der Landesweiten Schule für öffentliche Verwaltung, Prof. Dr. Waldemar Czachur, der eigens aus Warschau angereist war. 

In den Folgetagen stand unter anderem eine Vortragsreihe mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema „Ländergrenzen in Europa überwinden, wehrhafte Grenzen der Demokratie stärken“ auf dem Programm. Dr. Marcin Krzymuski vom Frankfurt-Slubicer Kooperationszentrum, Aleksandra Binder-Luczak von der Juristischen Fakultät an der Europa-Universität Viadrina und Dr. Christian Saßmannshausen vom Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg gaben mit entsprechenden Kurzvorträgen den Einstieg.

Auch das Thema Digitalisierung bewegte die Teilnehmer der Tagung – wird es doch in den kommenden Jahren die Aus- und Fortbildung im Bereich der öffentlichen Verwaltung grundlegend verändern. Vereinzelte Verwaltungsschulen führen bereits an verschiedenen Stellen Prüfungen in einem digitalen Format durch, andere befinden sich gerade in einer Experimentierphase. Mit der Entwicklung digitaler Lernräume befassen sich die Bildungsträger ebenso wie mit der Nutzung von Künstlicher Intelligenz zur Unterstützung der Lehre. Neben der Nutzung neuer, digitaler Werkzeuge im Bereich des Unterrichts und der Prüfungen standen bei der diesjährigen Tagung aber auch die Auszubildenden und die Lehrgangsteilnehmer selbst im Fokus. So wurde über Fragen diskutiert, wie sich grundsätzliche Einstellungen der Teilnehmer zu Ausbildung und Beruf verändern, wie sich Lernverhalten und Motivation geändert haben und wie es mit den Basisqualifikationen Mathe und Rechtschreibung aussieht. In diesem Zusammenhang stellte die Bayerische Verwaltungsschule eine eigens durchgeführte Teilnehmerbefragung bei der „GenerationZ“ zum Thema „Gelungener Unterricht“ vor.

Info:
Der Bundesverband der Verwaltungsschulen und Studieninstitute (BVSI) ist eine Arbeitsgemeinschaft öffentlicher Bildungsinstitute, die Bedienstete für Aufgaben im Bereich der allgemeinen Verwaltung aus-, weiter- und fortbilden. Der BVSI versteht sich dabei zum einen als Gremium für den bundesweiten Erfahrungsaustausch. Zum anderen werden in seinem Auftrag Umfragen durchgeführt, die der Erfassung und Dokumentation von aktuellen Ist-Zuständen dienen. Darauf aufbauend erarbeitet der BVSI bundesweite Standards und setzt sich für eine gleichbleibende Qualität der modernen Aus- und Fortbildung ein.

Datum: 17. September 2026