Netzwerktreffen in Heinersdorf bringt Akteurinnen und Akteure zusammen: »Jeder Cent kommt an«
© Maxie Wollschläger
Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Pflegeeinrichtungen, Kommunen und Initiativen kamen zum Netzwerktreffen in Heinersdorf zusammen
Pflege betrifft uns alle – das wurde beim Netzwerktreffen am Mittwoch in Heinersdorf deutlich. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Pflegeeinrichtungen, Kommunen und Initiativen kamen zusammen, um sich über bestehende Angebote, Herausforderungen und neue Impulse für die Pflege im Landkreis Oder-Spree auszutauschen.
Im Mittelpunkt stand das Landesprogramm „Pflege vor Ort“, dessen Ziel es ist, pflegerische Versorgung in den Wohnorten zu stärken. Anke Gersmann, die das Programm im Amt Odervorland verantwortet, berichtete eindrucksvoll aus ihrer Arbeit: von Theaterproben, Sitztanz-Angeboten und Gartenfesten bis hin zu Informationsveranstaltungen zu Themen wie dem sogenannten Enkeltrick. Ihr Fazit: „Jeder Cent aus dem Landesprogramm kommt direkt bei den Menschen an.“
Auch Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen Neuzelle, Tauche und Grünheide sowie Mitarbeitende aus den Pflegestützpunkten und Pflegediensten waren vor Ort und schilderten Erfahrungen aus der Praxis – etwa zur wachsenden Belastung pflegender Angehöriger oder zur zunehmenden Vereinsamung älterer Menschen.
Ein zentrales Thema des Treffens: Hilfe für Menschen, die selbst pflegen. Einigkeit herrschte darin, dass Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige direkt vor Ort verankert sein müssen.
Erik Hofedank von der Forschungsstelle Heinersdorf kündigte an, die Situation pflegender Angehöriger künftig stärker in den Fokus der Forschung zu rücken:
„Damit können die Daten der Pflegestrukturplanung des Landkreises qualitativ untersetzt werden.“ Diese wurde zuvor von Sozialplanerin Ulrike Grünewald vorgestellt. Die Erkenntnisse machen deutlich: Der Großteil der Pflege im Landkreis Oder-Spree findet zu Hause statt – Angehörige übernehmen hier eine tragende Rolle.
Zum Abschluss bedankte sich Maxie Wollschläger, Leiterin der Sozialplanung, bei allen Teilnehmenden für den offenen Austausch: „Das große Engagement und der ehrliche Umgang miteinander gilt es weiterhin zu stärken.“
Im Herbst 2025 plant die Kreisverwaltung einen Pflegedialog, um dem Wunsch nach mehr Vernetzung und Austausch nachzukommen.
Sie haben Fragen zum Landesprogramm „Pakt für Pflege“ oder zum Förderbereich „Pflege vor Ort“? Ulrike Grünewald vom Bereich Sozialplanung und Controlling steht Ihnen gerne zur Verfügung: 03366 35-1403 oder sozialplanung@l-os.de
Datum: 20. Juni 2025