Niederlausitzer Studieninstitut geht wichtigen Schritt zur Digitalisierung in der Verwaltungsausbildung
© Anton Munz
Die Mitglieder der Zweckverbandsversammlung beschlossen am Donnerstag einstimmig, dass sich das Niederlausitzer Studieninstitut für kommunale Verwaltung zukünftig verstärkt mit digital gestützten Klausurarbeiten befasst. (von links) Bürgermeister Claus Junghanns (Stadt Frankfurt (Oder)), Vorsitzender der Verbandsversammlung Landrat Sven Herzberger (Landkreis Dahme-Spreewald), Studienleiter Lars Gölz (Niederlausitzer Studieninstitut), Erste Beigeordnete Grit Klug (Landkreis Oberspreewald-Lausitz), Beigeordneter Robert Perko (Stadt Cottbus), Verbandsvorsteher Landrat Frank Steffen (Landkreis Oder-Spree), Dezernentin Fränze von Kuyck-Studzinski (Landkreis Spree-Neiße), Erster Beigeordneter Roland Neumann (Landkreis Elbe-Elster), Stellvertretende Studienleiterin Mareike Scobel (Niederlausitzer Studieninstitut).
Am Donnerstag, den 13. Februar 2025 gaben die Zweckverbandsmitglieder des Niederlausitzer Studieninstituts für kommunale Verwaltung offiziell den Startschuss dafür, dass sich das Institut in den nächsten Jahren auf die Durchführung digital gestützter Leistungstests und Prüfungen vorbereitet.
Beim Niederlausitzer Studieninstitut, das von den kreisfreien Städten und den Landkreisen im Süden von Brandenburg, also auch vom Landkreis Oder-Spree getragen wird, handelt es sich um die für die Aus- und Fortbildung von Kommunalbediensteten verantwortliche Stelle im Süden Brandenburgs. Unter anderem vermittelt das Niederlausitzer Studieninstitut angehenden Verwaltungsfachangestellten an den Standorten Beeskow, Lübben und Elsterwerda das theoretische Wissen und nimmt später die Abschlussprüfungen ab.
„Langfristiges Ziel ist dabei, das Medium Papier bei Klausurarbeiten zu ersetzen und die Vorteile eines digitalen Mediums zu nutzen“, sagte Verbandsvorsteher und Landrat in Oder-Spree Frank Steffen. Dabei seien die Vorteile nicht von der Hand zu weisen, wie beispielsweise die uneingeschränkte Lesbarkeit der Leistungen durch den Wegfall von Handschriften, die damit verbundene Erhöhung der Anonymität von Prüflingen oder aber die Möglichkeit, Prüfungen zeitgleich an Erst- und Zweitkorrektoren zu senden.
Wie der Vorsitzende der Verbandsversammlung, Landrat Sven Herzberger (Dahme-Spreewald) ergänzte, halte das Niederlausitzer Studieninstitut aber weiterhin an der hohen Qualität der Aus- und Fortbildung fest: „An Prüfungsinhalten, Leistungsmaßstäben und tragenden Verfahrensregelungen, wie zum Beispiel dem Schreiben von Klausuren unter Aufsicht, wird sich nichts ändern.“
Zur Planung im Jahr 2025 gab Studienleiter Lars Gölz bekannt, dass bereits Termine vorgesehen seien, an denen in unterschiedlichen Lehrgängen digital unterstützte Übungsarbeiten geschrieben würden: „Dabei verfassen die Teilnehmenden ihre Klausuren an eigens mitgebrachten Notebooks auf einer durch das Niederlausitzer Studieninstitut bereitgestellten Prüfungssoftware, zu der sie Zugang über das WLAN erhalten.“ Wie Gölz weiter ausführte, verfolge man zunächst das Ziel, Kompetenzen im Umgang mit derartigen Verfahren zu erwerben und Erfahrungen zu sammeln.
Datum: 14. Februar 2025