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Startschuss für das neue Gymnasium Schöneiche gelungen: Vertrag unterzeichnet, Übergabe im Sommer 2028 geplant.

- Infoabend für Schulgemeinschaft und Öffentlichkeit am 12. Oktober -

Aus der lieb gewonnenen "Containerschule" wird ein Neubau: Am Dienstag, 29. September, hat der Landkreis Oder-Spree den Projektvertrag für das neue Gymnasium in Schöneiche gemeinsam mit der Bietergemeinschaft Meyer Hochbau GmbH & Co. KG und HABAU Deutschland GmbH unterzeichnet. Das Auftragsvolumen liegt bei rund 42,3 Millionen Euro. Schulgebäude und Sporthalle sollen am 17. Juli 2028 schlüsselfertig und betriebsbereit übergeben werden.

Infoabend am 12. Oktober 2026 um 18:00 Uhr
Wie das neue Gymnasium aussehen wird und wie die Bauabläufe aussehen, erfahren Interessierte schon bald aus erster Hand. Am Montag, 12. Oktober 2026, um 18:00 Uhr stellt das beauftragte Unternehmen den geplanten Schulneubau in der Kulturgießerei (An der Reihe 5, 15566 Schöneiche bei Berlin) vor. Eingeladen sind Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern, die Kommunalpolitik sowie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus Schöneiche.

Alles aus einer Hand
Den Zuschlag erhielten Meyer Hochbau GmbH & Co. KG und die HABAU Deutschland GmbH nach einem Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. Der Landkreis setzt dabei auf das Totalunternehmermodell. Das beauftragte Unternehmen übernimmt also nicht nur den Bau von Schulgebäude, Sporthalle und Außenanlagen, sondern auch sämtliche Planungsleistungen bis zur schlüsselfertigen Übergabe. Der Kreisausschuss hatte die Vergabe am 10. September 2026 beschlossen. Für die bauliche Umsetzung bleiben knapp zwei Jahre. „Das Planen-und-Bauen-Modell schafft frühzeitig Klarheit in der Planung und bei den Verantwortlichkeiten. Für den Auftraggeber bedeutet das eine hohe Kosten- und Terminsicherheit, für uns eine klare Aufgabenstellung. Gerade bei einem Projekt mit einem so ambitionierten Zeitplan ist das ein entscheidender Vorteil“, so Hauke Lattmann, Geschäftsführer der HABAU Deutschland.

Drei Baukörper statt langweiligem Riegel
Im Wettbewerb überzeugte vor allem die städtebauliche Idee, die sich bewusst von einem langweiligen "Riegel-Konzept" abwendet. Entstehen werden drei Baukörper, die sich an der umliegenden Bebauung orientieren. Die Bauweise ist modular, einfach und trotzdem architektonisch anspruchsvoll. Die Sporthalle ist mit dem Schulgebäude verbunden, lässt sich aber auch komplett von der Parkplatzseite aus erreichen. Das Gelände bleibt naturnah, mit warmen Farbtönen und beispielsweise einer Wildblumenwiese in direkter Nachbarschaft zur Laufbahn. Hinzu kommen eine Aula und eine Bühne für das darstellende Spiel.

“Mit dem Leitbild „Das Kleine im Großen wiederfinden" verbindet das neue Gymnasium in Schöneiche die Anforderungen eines modernen Schulbaus mit den Dimensionen seines städtebaulichen Umfelds”, so Dr. Christian Kronaus, BDA. Das offene Raumkonzept ist flexibel. Bereiche lassen sich voneinander trennen, Räume können geschaffen und ebenso einfach wieder aufgelöst werden. „Veränderungen sind später einfach möglich“, betonen Holger Seide, Bereichsleitung Meyer Hochbau, und Martin Mudrack, HABAU Geschäftsbereichsleitung Berlin.

Jeder Jahrgang bekommt sein Zuhause
Lars Fischer von der VBD Beratungsgesellschaft für Behörden, die den Landkreis im Verfahren begleitet hat, hebt die durchdachte Gliederung hervor. Das Gebäude sorge für kurze Wege zwischen Klassen- und Fachkabinetten und jeder Jahrgang bekomme eine eigene Zone, in der individuell gelernt und betreut werden kann. So entstünde sinngemäß gesagt ein "Zuhause-Gefühl.“ Auch die Zufahrten für Autos und Fahrräder seien gut gelöst.

Vom „hässlichen Entlein“ zum Neubau 
Bei der stellvertretenden Schulleitung ist die Vorfreude groß. „Innen merkt man kaum, dass wir im Container sind. Von außen ist es aber ein “hässliches Entlein” in Schöneiche“, sagt Kerstin Seidler, stellvertretende Leiterin des Gymnasiums. Umso mehr freue man sich, dass es jetzt losgehe. Frau Meyer-Grunewald vom Landkreis Oder-Spree dankte allen Beteiligten und hob die außergewöhnlich gute Zusammenarbeit hervor: „Vier Jahre von der Konzeption bis zur fertigen Schule. Das ist eine Leistung, die nur funktioniert, weil alle so eng zusammenarbeiten.“

Schülerinnen und Schüler reden mit
Das Raumprogramm und die schulorganisatorischen Rahmenbedingungen hat der Landkreis vorab mit der Schulleitung abgestimmt, auf Grundlage des Musterraumprogramms des Bildungsministeriums. Eine erste Beteiligung von Kindern und Jugendlichen gab es bereits beim Tag der offenen Tür im Januar 2025. Weitere Formate zwischen Architekturbüro und Schule sind geplant. Dabei geht es um Schulhofgestaltung, Ausstattung von Unterrichts- und Aufenthaltsräumen, Selbstlernzentrum und Bibliothek sowie das Farbkonzept innen und außen. Und auch an der Namensgebung werden Schülerinnen und Schüler beteiligt, wie uns die stellvertretende Schulleitung Kerstin Seidler verriet.

Wie geht es weiter?
Das Baurecht ist mit dem Bebauungsplan geschaffen. Am 7. Oktober findet eine erste Abstimmung mit dem Bauordnungsamt in Beeskow statt. Der Spatenstich ist für das kommende Jahr geplant.

Datum: 30. September 2026