Integrationsnetzwerk feiert 25. Jubiläum
Austausch mit der Landesintegrationsbeauftragten, Frau Gonzalez Olivo, aus Anlass des 25- jähriges Jubiläums des Integrationsnetzwerks in Fürstenwalde/ Spree
Zum Stichtag 31. Dezember 2024 lebten im Landkreis Oder-Spree rund 13.000 Menschen ausländischer Herkunft. Integration bedeutet für viele von ihnen, Schritt für Schritt ein neues Leben aufzubauen – getragen von passgenauer Unterstützung vor Ort.
In Fürstenwalde begleitet das "Integrationsnetzwerk" Zugewanderte seit 25 Jahren. Es vereint haupt- und ehrenamtliche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, von Trägern und Vereinen mit dem Ziel, Ankommen bestmöglich zu unterstützen. Aus Anlass des Jubiläums luden das Welcome-Center Fürstenwalde und die Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte der Stadt, Kathrin Houda, die Landesintegrationsbeauftragte des Landes Brandenburg, Diana Gonzalez Olivo, zum „Integrationsdialog Fürstenwalde“ ein.
Über 50 Teilnehmende kamen Anfang Oktober im Festsaal des Alten Rathauses zusammen, um sich zu Entwicklungen und Erfordernissen der Integrationsarbeit auszutauschen. Moderiert wurde der Dialog vom RAA-Regionalreferenten für den Landkreis Oder-Spree, Boris Klein. In ihren Grußworten zeichneten für die Stadt Fürstenwalde Frau Martina Banse-Hörnigk und für den Landkreis Frau Katja Kaiser die Entstehung und Entwicklung des Netzwerks nach. Frau Kaiser hob insbesondere das langjährige, gut vernetzte Wirken hervor: „Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die die enge Kooperation unterschiedlicher Akteure erfordert. Das Integrationsnetzwerk hier in Fürstenwalde ist ein hervorragendes Beispiel der erfolgreichen kontinuierlichen Zusammenarbeit von Ehrenamt, Vertretern aus den Bereichen Bildung und Gesundheit, Trägern der freien Wohlfahrtspflege, Wohnungs-, Arbeits-, Stadt- sowie Landkreisverwaltung und vielen weiteren wichtigen Partnern.“
Im Anschluss ordneten Katrin Houda und Diana Gonzalez Olivo aktuelle Themen der Integrationsarbeit ein. Ausgehend davon konnte sich dem vertieften Austausch gewidmet werden: Arbeitsgruppen zu Bildung und Sprache, Arbeitsmarkt, Wohnen, psychosozialer und psychologischer Versorgung sowie Infrastruktur und Finanzierung bündelten Erfahrungen und Bedarfe. In der Abschlussrunde wurden die Ergebnisse vorgestellt und Impulse zur Stärkung und Weiterentwicklung der Integrationsarbeit auf kommunaler Ebene formuliert.
Der Integrationsdialog hat gezeigt, wie viel in Fürstenwalde bereits gemeinsam bewegt wird – und wo die nächsten Schritte liegen. Aus den Arbeitsgruppen gingen klare Impulse zu Bildung und Sprache, Arbeitsmarkt, Wohnen, psychosozialer Versorgung sowie Infrastruktur und Finanzierung hervor. Diese Anregungen fließen in die weitere Arbeit des Netzwerkes ein und dienen für Frau Gonzalez Olivo vor allem als Impulse in der aktuellen Erstellung eines neuen Landesintegrationsgesetzes.
Das Integrationsnetzwerk tagt eimal im Quartal, das nächste Mal am 10. Dezember 2025.
Datum: 13. November 2025