Landkreis geht mit neuem Gymnasium in Schöneiche an den Start
© Katrin Laske
Landrat Frank Steffen eröffnet mit Schulrätin Antje Hoffmann, Bürgermeister Ingo Röll sowie dem zuständigen Schulleiter Patrick das Gymnasium in Schöneiche
Pünktlich zum diesjährigen Schulstart öffnete das Gymnasium in Schöneiche mit einem Interimsbau in der Kirchstraße 9 seine Türen für die ersten beiden siebten Klassen. In einer Eröffnungsveranstaltung bei strahlendem Sonnenschein würdigten Landrat Frank Steffen, Schulrätin Antje Hoffmann, Bürgermeister Ingo Röll sowie der zuständige Schulleiter Patrick Gumpricht die Bedeutung des Gymnasiums für die Kinder der Region.
Interimsbau bietet Platz für insgesamt 6. Klassen
Das Gymnasium in Schöneiche war seit vielen Jahren Dauerthema im Kreistag des Landkreises Oder-Spree, aber auch in der Gemeindevertretersitzung in Schöneiche. Entsprechend groß war das Interesse bei den Abgeordneten, aber auch bei Schöneicher Bürgern.
Die Errichtung des Gymnasiums war erforderlich geworden, da seit Jahren die Schülerzahlen vor allem im berlinnahen Raum drastisch angestiegen waren. So reichen die beiden weiterführenden Schulen des Landkreises in Erkner bei Weitem nicht aus, um jedem Schüler einen staatlichen und kostenfreien Schulplatz in diesem Schulplanungsbereich anzubieten, was dazu führte, dass Schülerinnen und Schüler aus Schöneiche in den vergangenen Jahren immer wieder im benachbarten Landkreis Märkisch-Oderland anwählten und die dortigen weiterführenden Schulen besuchten.
Mit der Containeranlage in der Kirchstraße 9, die als Hort und Erweiterung der benachbarten Storchen-Grundschule genutzt wurde, erhielt der Landkreis Oder-Spree im vergangenen Jahr die langersehnte Möglichkeit, sein Schulbauvorhaben in Schöneiche zu beschleunigen.
Nach der Beantragung der Schulgründung und der offiziellen Genehmigung durch das Brandenburger Bildungsministerium im Dezember 2024, fand im Januar 2025 bereits ein „Tag der offenen Tür“ in der Containeranlage statt, bei dem sowohl das staatliche Schulamt zum Übergangsverfahren aufs Gymnasium, als auch der Landkreis Oder-Spree über die Nutzung und Ausgestaltung als Schulstandort informierten.
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Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern pflanzt Landrat Frank Steffen einen Apfelbaum: Ein Symbol für Wachstum und Zukunft.
Im Juli 2025 erwarb der Landkreis die Containeranlage, so dass pünktlich zum Ferienbeginn die Umbaumaßnahmen beginnen konnten. Bis zum letzten Ferientag hatten sowohl die beauftragten Firmen als auch die Verwaltung alle Hände voll zu tun, die ehemaligen Horträume umzubauen, zu reinigen und die neuen Klassenräume mit Möbeln, WLAN, digitalen Tafeln sowie Laptopwagen auszustatten. „Die Schule lasse nichts vermissen, was für eine gute Unterrichtsgestaltung notwendig sei“, so Landrat Steffen in seiner Ansprache. Er hob das Schulbauprogramm des Landkreises als eine herausfordernde Aufgabe der Verwaltung hervor, um die Beschulungsbedingungen für die zahlreichen Schülerinnen und Schüler nachhaltig zu verbessern und gleichzeitig Schulwege zu verringern.
Schulrätin Antje Hoffmann lobte die engagierten Lehrkräfte für die Vorbereitung des neuen Schuljahres. „Die pädagogische Arbeit an dieser Schule und das Aufwachsen der Schulgemeinschaft schaffe eine flexible Unterrichtsgestaltung und die Chance, sich als Schule im Gemeindebild zu etablieren“, so Hoffmann.
Nachdem Schulstart der ersten beiden siebten Klassen werden in den kommenden zwei Jahren weitere Klassen an den Start gehen, so dass mit Schuljahr 2027/28 insgesamt sechs Klassen an diesem Interimsstandort unterrichtet werden.
Planung eines vierzügigen Gymnasiums in Vorbereitung
Derweil laufen die Vorbereitungen für die Ausschreibung der Planungsleistungen des modularen Schulneubaus an der Woltersdorfer Straße in Schöneiche. Hier soll zum Schuljahr 2028/29 ein vierzügiges Gymnasium mit einer Sporthalle den Interimsbau ablösen. „Dieses ambitionierte Vorhaben erfordert eine eng zeitlich abgestimmte Verfahrensweise zwischen der Gemeindeverwaltung und dem Landkreis“, so Bürgermeister Röll.
Errichtet werden soll das neue Gymnasium, das sich in diesen drei Jahren auch einen geeigneten Namen geben wird, in einer modularen Bauweise durch ein Generalbauunternehmen. Anders wäre diese zeitliche Herausforderung auch nicht zu realisieren.
Nach den Reden und Grußworten pflanzte der Landrat gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern sowie dem Schulleiter einen Apfelbaum auf der Wiese hinter dem Gebäude und überreichte den Schülern Jacken mit einem eigens für das Gymnasium entwickelten Schullogo. Dieses findet sich nicht nur auf dem Schriftzug der Containeranlage wieder, sondern auch auf der Internetseite der Schule.
Im Anschluss bestand die Möglichkeit, die Schulräume anzuschauen und zu einem Austausch zusammenzukommen.
Datum: 9. September 2025