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Projektabschluss "Mobilitätszentrum Oderland-Spree" - Neue Perspektiven für nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum

Illustration einer Mobilstatation des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg, bestehnd aus Haltestellen, Farrahdboxen, Fahrradständern mit Reparaturstand, Paketboxen, Schließfächern sowie Parkplätzen mit Ladensäulen. © Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg

Mit einer gelungenen Abschlussveranstaltung ist das Projekt Mobilitätszentrum Oderland-Spree am 26. August 2025 zu Ende gegangen. In den vergangenen Monaten wurde intensiv daran gearbeitet, Mobilitätsstationen als neue Bausteine einer nachhaltigen Mobilitätsinfrastruktur im ländlichen Raum zu entwickeln.

Im Zentrum der Abschlussveranstaltung stand die Präsentation konkreter Standortvorschläge für Mobilitätsstationen in den vier Projekträumen des Landkreises Oder-Spree. Dabei wurden sowohl bestehende als auch geplante Mehrfunktionshäuser als zentrale Bezugspunkte in die Überlegungen einbezogen.

Ein besonderes Augenmerk galt den Kleinstädten Storkow und Beeskow. Im Rahmen der Projektfokussierung wurden dort gemeinsam mit den kommunalen Verwaltungen und lokalen Akteurinnen und Akteuren bedarfsgerechte Ausstattungselemente identifiziert und diskutiert. Dabei zeigte sich deutlich, wie wichtig es ist, lokale Gegebenheiten und konkrete Nutzerbedarfe frühzeitig in die Planung einzubeziehen. Dazu gehören Aspekte wie Barrierefreiheit, die Ergänzung durch infrastrukturelle Elemente wie Fahrradabstellanlagen oder Sitzmöglichkeiten, die Aufwertung der Aufenthaltsqualität sowie die Vermeidung von Konkurrenzsituationen zum örtlichen Gewerbe. Ebenso spielt der Erhalt denkmalgeschützter Strukturen eine zentrale Rolle.

Eine besondere Rolle im Projekt spielten die Mehrfunktionshäuser. Als soziale, kulturelle und lebendige Ankerpunkte im ländlichen Raum bieten sie ideale Voraussetzungen, um als Standorte für Mobilitätsstationen zu dienen. Durch ihr starkes zivilgesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement können sie zudem einen positiven Beitrag zu Mobilitätsthemen leisten – sei es durch Angebote zur Mobilitätsbildung, als Lern- und Erfahrungsräume oder als Anbieter bzw. Patinnen und Paten öffentlicher Lastenräder.

Das Projekt ist eine Weiterentwicklung und Vertiefung des integrierten Mobilitätskonzepts „LOS Mobil 2030“ und bildet einen wichtigen Baustein auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Nahmobilität im Landkreis Oder-Spree. Die im Projektverlauf gewonnenen Erkenntnisse und Empfehlungen sollen deshalb in die landkreisweite Nahverkehrsplanung einfließen und dort weiterverwendet werden.

Ziel ist es nun, in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen in den kommenden Jahren schrittweise in die Umsetzung zu gehen. Der Landkreis Oder-Spree steht den Städten und Gemeinden dabei weiterhin als koordinierender, inhaltlich unterstützender und vernetzender Partner zur Seite. In der abschließenden Diskussionsrunde der Veranstaltung wurde nochmals deutlich, welchen hohen Stellenwert das Thema Mobilität im ländlichen Raum einnimmt – insbesondere für Menschen ohne Führerschein oder eigenes Auto. Mobilitätsstationen können hier einen wichtigen Beitrag leisten, um Teilhabe und Erreichbarkeit zu verbessern.

Gleichzeitig wurde aber auch klar, dass die Umsetzung solcher Maßnahmen mit finanziellen Herausforderungen verbunden ist. Um Planung und Bau dennoch zu ermöglichen, sollen gezielt Förderprogramme von Bund und Land genutzt werden.

Der Landkreis Oder-Spree bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten – den Partnerkommunen, Mitwirkenden aus Verwaltung, Zivilgesellschaft und Fachöffentlichkeit – für ihr Engagement im Projektverlauf und die wertvollen Beiträge zur Abschlussveranstaltung.

Förderhinweis des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Datum: 1. September 2025