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Zehn Jahre OWF - und der Landkreis Oder-Spree mittendrin.

Was 2016 als Initiative des Verlegers Frank Nehring begann, hat sich zur bedeutendsten Wirtschaftskonferenz Ostdeutschlands entwickelt: Das Ostdeutsche Wirtschaftsforum (OWF) in Bad Saarow versammelt jedes Jahr die wichtigsten Stimmen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft — und feierte 2026 sein Jubiläum mit einer der hochkarätigsten Ausgaben seit seiner Gründung.

Unter dem Leitgedanken „Eine neue (Un)Ordnung" diskutierten drei Tage lang Vertreterinnen und Vertreter aus Bundesregierung, Landesregierungen und Unternehmen, wie sich Ostdeutschland im globalen Wettbewerb behaupten kann. Zu den prominentesten Gästen zählten Bundeskanzler Friedrich Merz, Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger, die Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (Brandenburg) und Ministerpräsident Dr. Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) sowie die Ostbeauftragte der Bundesregierung Elisabeth Kaiser. Ihr Erscheinen am Abschlusstag war ein deutliches Signal für den gewachsenen bundespolitischen Stellenwert der Region.

Landrat Frank Steffen beim Working Breakfast: Grünheide zwischen Gigafactory und Erholungsort

Ein besonderer Programmpunkt des Jubiläumsforums war das Working Breakfast am 2. Juni 2026 im Hotel Esplanade — und Landrat Frank Steffen war als Referent dabei.

Unter dem Titel „Wachstum, Wertschöpfung, Lebensqualität: Grünheide zwischen Gigafactory und Erholungsort" stand eine Frage im Mittelpunkt, die den Landkreis Oder-Spree so unmittelbar betrifft wie kaum eine andere: Wie lassen sich industrielle Dynamik, ökologische Verantwortung und hohe Lebensqualität zusammendenken?

Mit der Ansiedlung von Tesla ist Grünheide (Mark) zu einem der sichtbarsten Industriestandorte Deutschlands geworden — und strebt gleichzeitig die Zertifizierung als staatlich anerkannter Erholungsort an. Ein Spannungsfeld, das bundesweit Aufmerksamkeit erzeugt und beim OWF offen und konstruktiv diskutiert wurde.

Als hochrangige Gesprächspartner mit dabei: Arne Christiani (Bürgermeister, Gemeinde Grünheide), Theresa Eggler (Policy & Business Development, Tesla), Ellen Rußig (Geschäftsführerin Seenland Oder-Spree) und Daniela Setton vom Brandenburger Wirtschaftsministerium.

Moderiert wurde die Runde von Peter Müller, Geschäftsführer der OWF Ostbrandenburgischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH.

Das Format „Working Breakfast" steht für direkten, praxisnahen Austausch — kein Podium, sondern echter Dialog auf Augenhöhe. Dass die Entwicklung in Grünheide beim wichtigsten Wirtschaftsforum Ostdeutschlands einen eigenen Programmpunkt erhielt, zeigt das bundesweite Interesse an der Frage, wie der Landkreis Oder-Spree Industriewachstum und Lebensqualität nicht als Gegensatz, sondern als Chance begreift.

Datum: 3. Juni 2026